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5 Millionen Euro für Straßenbau in Bestensee

Haushalt 2016 beschlossen 5 Millionen Euro für Straßenbau in Bestensee

Die Gemeindevertreter in Bestensee haben einstimmig den Haushaltspan 2016 beschlossen. Der Etat ist trotz umfangreicher Investitionen ausgeglichen. Größter Posten ist der Straßenbau, für den Investitionen von fünf Millionen Euro vorgesehen sind.

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Im Frühjahr setzt sich der Bagger in Bewegung: In der Pätzer Hintersiedlung werden für 2,8 Millionen Euro neue Straßen gebaut.

Quelle: Dietrich von Schell

Bestensee. Die Gemeindevertreter von Bestensee haben in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig den Haushalt für das Jahr 2016 verabschiedet. Wie schon seit vielen Jahren ist er auch diesmal wieder ausgeglichen. Einnahmen und Ausgaben halten sich die Waage.

„Größter Posten ist der Straßenbau“, sagt André Stenglein, zweiter Vorsitzender des Finanzausschusses. „Fünf Millionen Euro stehen dafür insgesamt bereit.“ Der Löwenanteil, nämlich 2,8 Millionen Euro, werde in der Pätzer Hintersiedlung verbaut. Das abseits gelegene Viertel, das vorwiegend von Sommerfrischlern bewohnt wird, soll komplett mit befestigten Straßen ausgestattet werden. „Läuft alles nach Plan, ist das Straßennetz Ende des Jahres fertig“, sagt Stenglein.

Die Anwohner werden wie üblich an den Kosten beteiligt. „Über die Höhe kann man aber noch nichts sagen“, meint Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos). Was die Bürger zum Straßenbau beitragen müssen, hänge von mehreren Faktoren ab. Die Straßenausbaubeitragssatzung der Kommune sieht zwar eine Beteiligung von 75 Prozent vor. Doch müsse man Ausschreibung und Auftragsvergabe abwarten. „Außerdem fallen die Beiträge sehr unterschiedlich aus, denn sie werden je nach Länge einer Straße auf die Anrainergrundstücke umgelegt“, so Quasdorf weiter.

Um Klarheit zu schaffen, gibt es vor Baubeginn eine Bürgerversammlung. „Die Beiträge halten sich in Grenzen, in Bestensee musste noch niemand deswegen sein Grundstück verkaufen“, versichert Quasdorf. Nach der Schlussabnahme erhalten die Anwohner einen Bescheid, dann haben sie 23 Monate Zeit, die Summe zu begleichen.

Ähnliches erwartet die Grundstücksbesitzer der Neubausiedlung Im Wustrocken. „In den Haushalt haben wir für Erschließung und Straßenbau 2,2 Millionen Euro eingestellt“, so André Stenglein. Diese Arbeiten sollen auch in diesem Jahr beendet werden.

Damit ist der Straßenneubau in Bestensee vorerst abgeschlossen, ab 2017 muss sich die Gemeinde der Instandhaltung ihres 90 Kilometer langen Straßennetzes widmen.

Ein zweiter großer und auch wichtiger Posten entfällt auf Planungen: jeweils 100 000 Euro zur Erweiterung der Grundschule und für den Neubau der Kita in Pätz. Der anhaltende Zuzug von Familien in die Gemeinde erfordert diese Maßnahmen. „Schon jetzt sind Grundschule und beide Kitas am Rande ihrer Kapazität“, sagt Stenglein.

Bleibt noch eine unbekannte Größe in dem Zahlenwerk: die Kosten für das neue Rathaus, in erster Linie Planungs- und Ausschreibungskosten. Sie werden voraussichtlich mit einem Nachtrag im März oder April verabschiedet. „Auch sonst fallen keine immensen Summen an, weil der Bau über Kredite finanziert wird und damit nur die Raten zu Buche schlagen“, sagt Stenglein. Vorsorglich hätten die Gemeindevertreter bereits eine sogenannte Kreditermächtigung in Höhe von 1,7 Millionen Euro beschlossen. „Wir müssen sie nicht in Anspruch nehmen.“ Aber, so Stenglein, auf diese Weise bleibe die Gemeinde flexibel.

Von Dietrich von Schell

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