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50 Jahre Zimmerei Stenglein

Wirtschaft in Bestensee 50 Jahre Zimmerei Stenglein

Kein Aprilscherz war die Firmengründung der Zimmerei Stenglein am 1. April 1966 in Bestensee. Das Unternehmen schreibt bis heute eine erfolgreiche Firmengeschichte. Es baut vor allem Dachstühle, Terrassen, Überdachungen, war aber auch an größeren Projekten beteiligt wie der Modernisierung von Landkost und der Sanierung des Königlichen Forsthauses.

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Firmenchef André Stenglein (l.) mit seinem Mitarbeiter Rando Wilhelm auf dem Firmengelände am alten Heizhaus der Schule.

Quelle: Andrea Müller

Bestensee. Die Zimmerei Stenglein im alten Heizhaus der Bestenseer Schule gibt es nun schon 50 Jahre im Ort. Gegründet wurde die Firma am 1. April 1966 von Hartmut Stenglein, dem Vater des jetzigen Firmenchefs André Stenglein.

„Damals zu DDR-Zeiten war das ein Ein-Mann-Betrieb“, sagt der Junior, der mit seinem 45 Jahren längst ein gestandener Geschäftsmann ist. Heute sind bei Stenglein vier Mitarbeiter beschäftigt. Es habe auch schon mehr gegeben. Zum Beispiel, als nach der Wende bei Landkost viel zu tun gewesen sei. Jetzt bliebe die Zahl stabil, da das Auftragsvolumen nicht mehr wie in den ersten Jahren nach dem Fall der Mauer so enorm schwanke. Dachstühle, Dacheindeckungen, Carports, Terrassen und Hauseingangsüberdachungen sind nun das „täglich Brot“ der Zimmerleute. Eines der bemerkenswertesten Arbeiten der Firma Stenglein war die Sanierung des Königlichen Fortshauses, das heute zu den Perlen im Ort gehört. Hier haben die Stengleins auch das Firmen-Jubiläum mit ihren Freunden, Bekannten, vor allem aber mit ihren Geschäftspartnern und Kunden gefeiert. 65 Gäste waren gekommen. „Es war ein guter Anlass, uns bei allen zu bedanken, was ich an dieser Stelle gerne wiederholen möchte“, so der Firmen-Chef.

Die ganze Familie ist involviert

André Stenglein hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt und nach der Lehre die Meisterausbildung absolviert. Seine Frau Andrea arbeitet halbtags mit in der Firma, kümmert sich die restliche Zeit um ihr eigenen kleines Stickerei-Geschäft und betreut darüber hinaus Sohn Arik. Der Erstklässler scheint ganz in die Fußstapfen von Vater und Großvater zu treten, baut er doch schon aus Holzresten kleine Boote und Autos. Der Junge hat sogar schon seinen eigenen Werkzeugkasten. „Im Moment möchte er Zimmermann werden“, bestätigt lachend der stolze Vater. Aber um endgültig darauf zu bauen, sei es noch etwas früh. Die nächsten 20 Jahre will der junge Senior deshalb noch selbst die Fäden der Firma in der Hand halten.

Dass dies trotz der bereits 50 erfolgreichen Jahre nicht immer leicht ist, weiß André Stenglein nur zu gut. „Ausruhen kann man sich nie“, sagt er. Selbst wenn man am Jahresende eine gute Bilanz ziehen könne, müsse man schon wieder an die nächsten zwölf Monate denken. „Zudem gibt es immer Höhen und Tiefen“, weiß er aus eigener Erfahrung. Und trotzdem liebt er seinen Beruf, den Duft von Holz, die vielen Möglichkeiten, die man mit dem Werkstoff direkt aus der Natur anstellen kann. Stenglein schätzt es, mit den eigenen Händen zu arbeiten, auch wenn er selbst nur noch selten auf ein Dach steigt. Zimmermannsarbeit sei fast immer bis heute Handarbeit.

Moderne Computertechnik erleichtert die Arbeit

Dennoch werde natürlich moderne Computertechnik genutzt, wo es möglich ist. Der Zuschnitt von Holz werde meist direkt am Rechner vorbereitet, bevor es dann im Werk tatsächlich unters Messer kommt. In Bestensee ist man froh, dass sich die Zeiten enorm geändert haben seit der Firmengründung. „Vitamin B“ brauche heute keiner mehr, um an Holz zu kommen. „Was der Firma damals in der DDR für ein ganzes Jahr an Holz zugeteilt wurde, verbauen wir heute in einem einzigen Dachstuhl“, verrät Stenglein.

Er ist ein Bestenseer Unternehmer, dem es nicht egal ist, was außerhalb des Firmengeländes passiert. Deswegen engagiert er sich auch als Gemeindevertreter bei den Unabhängigen Bürgern. Der Ort soll sich entwickeln. Auf ihn soll man stolz sein wie auf ein Haus, an dem man mitgebaut hat.

Von Andrea Müller

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