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5000 Glasaale für den Nottekanal

Königs Wusterhausen 5000 Glasaale für den Nottekanal

Der Kreisanglerverband Dahme-Spreewald hat 42 Kilogramm Glasaale zur Besatzregulierung in heimische Gewässer eingesetzt. Ein Teil davon, etwa 5000 Tiere, schwimmen jetzt im Nottekanal.

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Vorsichtig entlässt Ingo Kurowski die rund 5000 Glasaale in den Nottekanal

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Sie sind sechs bis acht Zentimeter lang, haben die typische Aalform und da ihnen jegliche Pigmentierung fehlt, werden sie als Glasaale bezeichnet. 42 Kilo dieser kleinen Fische hat der Kreisanglerverband Dahme-Spreewald jetzt in den heimischen Gewässern ausgesetzt – drei Kilo davon im Nottekanal in Königs Wusterhausen. „Mit dieser Besatzmaßnahme helfen wir den Aalen, die es durch unterschiedliche Umstände nicht mehr schaffen, von ihrem Laichgebiet bis zu uns zu kommen“, erklärt Ingo Kurowski, der sich im Kreisverband um den Fischbesatz kümmert. Zuvor hatten er und Bodo Wodtke die aus Frankreich kommenden Glasaale vom Landesanglerverband aus Saarmund geholt.

Projekt wird durch Land und EU gefördert

Da seit Jahrzehnten ein Rückgang der Aalbestände zu verzeichnen ist, sind diese Besatzmaßnahmen notwendig. Das Projekt wird zu 50 Prozent aus den Europäischen Fischereifonds und mit 20 Prozent durch das Land Brandenburg gefördert. Der Restbetrag wird durch Mitgliedsbeiträge aus dem Landesanglerverband Brandenburg abgedeckt. „Das sind dann immerhin noch 50 000 Euro“, sagt Uwe Kretschmar, Präsident des Kreisanglerverbandes Dahme-Spreewald.

Der Aal ist ein hochinteressantes Ergebnis der Evolution. Das Laichgebiet des Europäischen Aals liegt in der Sargassosee, ein Meeresteil in der Nähe der Bahamas im westlichen Teil des Atlantischen Ozeans. Auf ihrer Wanderung und nach Anpassung an das Süßwasser kommen sie in die Oberläufe der Flussgebiete und schließlich auch in die Brandenburgischen Gewässer. Nach sechs bis zehn Jahren machen sich die geschlechtsreifen Aale auf ihre letzte Reise zurück zum Laichgebiet.

Von Gerlinde Irmscher

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