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60 Flüchtlinge in Kolberg erwartet

Flüchtlingsstrom 60 Flüchtlinge in Kolberg erwartet

Etwa 130 Bürger waren der Einladung von Landkreis und Gemeinde Heidesee zu einer Einwohnerversammlung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Kolberg gefolgt. Sie erfuhren, dass schon in dieser Woche 60 Asylbewerber im „Pfauenhof“ untergebracht werden sollen. Viele Kolberger äußerten Bedenken aufgrund der fehlenden Infrastruktur in dem kleinen Dorf.

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Der „Pfauenhof“ in Kolberg.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Kolberg. Die für die Öffentlichkeit geschlossene Einwohnerversammlung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Kolberg lief am Freitagabend nach Angaben des Heideseer Bürgermeisters Siegbert Nimtz (parteilos) „ohne besondere Vorkommnisse“ ab. Etwa 130 Kolberger waren der Einladung von Landkreis Dahme-Spreewald und Gemeinde Heidesee in den „Pfauenhof“ gefolgt.

Die Bürger wurden darüber informiert, dass ab Dienstag in dem Heideseer Ortsteil Kolberg eine Notunterkunft eingerichtet wird. Das ist nach Angaben des Landkreises unumgänglich, weil die erst vor wenigen Wochen eingerichtete Unterkunft in Zeesen mit mehr als 200 Personen bereits aus allen Nähten platzt. Der Eigentümer des Kolberger „Pfauenhofes“ stellt dafür seine Immobilie zur Verfügung, die voraussichtlich schon am Dienstag von Flüchtlingen bezogen wird.

Geplant ist ab sofort die Unterbringung von mindestens 60 Asylsuchenden, ab Januar möglicherweise aber auch 90 Personen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei überwiegend um Männer. Mit Bestimmtheit vermag dies aufgrund der aktuellen Situation aber niemand zu sagen. Der Landkreis hat mit dem Inhaber des „Pfauenhofes“ für die Unterbringung der Flüchtlinge einen auf neun Monate befristeten Vertrag abgeschlossen. Die Betreuung der Flüchtlinge liegt in den Händen der Dahmeland Soziale Dienste GmbH, einem vor wenigen Wochen gegründeten Tochterunternehmen der Wildauer Seniorenheim GmbH. Die Flüchtlinge werden in der Notunterkunft voll verpflegt.

Die Atmosphäre an diesem Abend charakterisiert der Kolberger Ortsvorsteher Steffen Reichelt (parteilos) „als nicht besonders gut“. Einige Kolberger boten aber durchaus Hilfe an, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Ansonsten äußerten die Bürger vor allem Bedenken hinsichtlich der mangelhaften Infrastruktur in dem nur 347 Einwohner zählenden Ort. Das betrifft unzureichende Busverbindungen ebenso wie fehlende Einkaufsmöglichkeiten. Als sehr kritisch bewerteten die Bürger auch die ärztliche Versorgung der Flüchtlinge, weil ohnehin schon Hausärzte fehlten. Auch die nächste Polizeistation sei weit weg. Es wird einen Sicherheitsdienst für das Objekt geben.

Ortsvorsteher Steffen Reichelt lädt für Dienstag von 17 bis 19 Uhr noch einmal zu einer Bürgersprechstunde in sein Büro in der Bergstraße 5 ein. Alle Bürger sind willkommen.

Von Franziska Mohr

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