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Dahme-Spreewald 70er-Jahre-Revue im Volkshaus
Lokales Dahme-Spreewald 70er-Jahre-Revue im Volkshaus
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10:35 09.03.2018
Die Schüler haben auf der Bühne des Wildauer Volkshauses viel getanzt und gesungen. Quelle: Foto: Aaliyah Sarauer (2)
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Wildau

Ein Hauch von 70er Jahren lag in dieser Woche im Volkhaus Wildau in der Luft. Schüler des Gymnasiums Villa Elisabeth führten an drei Abenden ihre 70er-Jahre Revue „In der Bar zum blumigen Anker“ auf.

Dabei handelte es sich um eine Art Fortsetzung. „Wir haben auch mal eine Revue über die 20er Jahre gemacht, das ist fünf Jahre her“, erklärte Susanne Schmors, Lehrerin und Regisseurin des Stücks. In diesem Jahr waren nicht nur die Zuschauerränge gut gefüllt, auch auf der Bühne wurde es voller. „Es waren schon sehr viele Mitwirkende. Sonst waren wir um die 20 bis 30, dieses Mal 41. Es ist aber schön, dass es nicht nur fünf sind, die das Stück spielen. Jeder kommt zum Zuge“, so Susanne Schmors. „Die meisten fangen in der 8. oder 9. Klasse an und bleiben eigentlich bis zur 12. Jahrgangsstufe. Es ist selten, dass sie aussteigen“, ergänzte Marietherés Marchand, ebenfalls Lehrerin und Regisseurin. Und diese Vielfalt wissen die Schüler sehr zu schätzen. Klassenübergreifend wird ein gemeinsames Projekt erstellt und werden neue Kontakte geknüpft.

Zahlreiche Zuschauer besuchten die 70er-Jahre-Revue. Quelle: Aaliyah Sarauer

Viele Tanz- und Musikparts

Selbstverständlich ist, dass viel Aufwand hinter diesem Stück steckt. Die Schüler und Lehrer erarbeiteten alles selber. Vorzugsweise suchen sie sich Werke aus, die eher unbekannt beziehungsweise in Vergessenheit geraten sind. „Man findet dadurch auch einen ganz anderen Zugang zu den Stücken, als bei denen, die man häufig irgendwo sieht“, sagte Marietherés Marchand.

Zudem steckt ein gewisser Bildungsauftrag dahinter. Die Schüler kommen somit auch mit anderen Künstlern als Goethe oder Shakespeare in Kontakt. Die 70er-Jahre-Revue zeichnete sich durch viele Tanz- und Musikparts aus. „Aber vor allem diese haben viel Zeit in Anspruch genommen“, erklärte Jonas Gericke, einer der Darsteller. Die Proben begannen deshalb schon um die Weihnachtszeit herum und fanden jeden Freitag statt.

Bei dem umfangreichen Stück komme es natürlich auch mal zu ein paar ungeplanten Situationen „Man versucht, das möglichst gut zu überspielen. Und auch wenn es hier und da ein paar kleine Ruckler gibt, funktioniert das alles am Ende“, sagte Jonas Gericke zufrieden.

Zeitgemäße Kostüme

Neben den musikalischen Werken aus den 70er Jahren wurde darauf geachtet, dass die Kleidung ebenfalls der Zeit entsprach. Die Schüler griffen dabei auf verschiedene Quellen zurück. So wurden die Kleiderschränke der Großeltern geplündert, Mütter haben mit ihren Kindern gebatikt oder es ging ganz klassisch zum Kostümverleih. „Es war alles dabei und die Schüler hatten viel Spaß am Verkleiden“, berichtete Susanne Schmors.

Den Spaß am Stück konnte man den Schülern während und auch nach dem Auftritt ansehen. Die Zuschauer waren begeistert von der Leistung der Darsteller und belohnten sie mit viel Applaus. So auch Susanne Thele: „Ich finde den Abend sehr schön. Ich besuche jedes Jahr die Aufführung“, sagte sie.

Auch der Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule und des Gymnasiums Villa Elisabeth, Karsten Kolbe, war vor Ort. „Es ist mal etwas anderes. In den vergangenen Jahren hatten wir die klassischen Stücke. Es ist wirklich sehr interessant und der künstlerische Anspruch ist mit den damaligen kritischen Werken von zum Beispiel Ulrich Plenzdorf oder Wolf Biermann gegeben“, sagte er.

Von Aaliyah Sarauer

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