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72 Igel in die Freiheit entlassen

Igelstation in Königs Wusterhausen 72 Igel in die Freiheit entlassen

72 Igel wurden in der Igelstation in Königs Wusterhausen über den Winter gepflegt und aufgepäppelt. Das Ganze mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und Spenden. Am Dienstag wurden die nun deutlich kräftigeren Tiere wieder in die Freiheit entlassen.

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Cathrin Paschke (l.) übergibt den Igel an Anne Warnke (2.v.l.) und Birgit Metzler aus Bohnsdorf.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. 72 Igel nahm die Igelstation im Arboretum der Herderschule in Königs Wusterhausen im Herbst zum Überwintern auf. Dort wurden die Winzlinge gepflegt und aufgepäppelt. Nun war es wieder an der Zeit, die Tiere auszuwildern. Cathrin Paschke sieht diesem Tag immer mit einem lachenden und weinenden Auge entgegen. Hat doch die „Igelmama“ in den letzten Monaten dafür gesorgt, dass es den kleinen Stachelbällchen an nichts fehlt. „Na und da wachsen sie einem doch schnell ans Herz“, sagt sie. Als Trost werden das Sorgenkind Antonia sowie Lilo und ein noch namenloser Igelmann ihr neues Zuhause in Wildau bei Cathrin Paschke haben.

Alle 72 Igel haben den Winter gut überstanden. Nun ist es wichtig, dass sie in der neuen Umgebung in den nächsten zwei Wochen gefüttert werden und erst einmal einen Unterschlupf haben, um sich verstecken zu können. Dass man sich alleine ums Fressen kümmern muss, haben die kleinen Stacheltiere noch nicht gelernt.

Lilian freut sich, dass sie nun einen Igel mit nach Berlin nehmen kann

Lilian freut sich, dass sie nun einen Igel mit nach Berlin nehmen kann.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Die meisten Leute, die im Herbst einen Igel abgegeben hatten, kamen, um sich „ihr Tier“ wieder abzuholen. So auch Paul Glöckner aus Zernsdorf. Sein Igel war damals die Kellertreppe runtergerutscht und so winzig klein, dass er nicht aus eigener Kraft überlebt hätte. Rettung war die Igelstation. Ein richtiges „Igelhaus“, sogar mit gesondertem Schlafplatz, hatte er mit Hilfe seines Vaters gebaut. Als er nun allerdings kam, um den Igel wieder abzuholen, stellte er ganz schnell fest, dass die Tür viel zu klein geworden ist. „Der Igel war ja so winzig, als wir ihn im Herbst gebracht haben, dass er so groß wird, konnte ich mir nicht vorstellen“, sagte der Neunjährige. Nun wird zu Hause „umgebaut“.

„Ich freue mich ganz doll, nun einen Igel zu haben“, sagte die zwölfjährige Lillian aus Berlin und Mama Susanne Hakenjos verriet, dass Lillian schon seit drei Tagen ganz aufgeregt war, den Igel zu holen. Freundin Lilli war zur Unterstützung mitgekommen. „Mach die Kiste aber nicht ganz zu, sonst bekommt Ivette doch keine Luft“, wurde sie von Lillian ermahnt. Die Igeldame Ivette wird nun in Tempelhof in einer Kleingartenanlage ihr zu Hause haben und die beiden Mädchen wollen über ihr Wohlbefinden wachen.

Nur mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und Spenden ist die Igelstation über den Winter gekommen. „Wir sind froh, dass es trotzdem so gut gelaufen ist. Dank an alle, die uns so großzügig unterstützt haben“, sagte Britta Herter, Leiterin des Arboretums.

Von Gerlinde Irmscher

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