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Dahme-Spreewald 85 Jahre das klangvolle Tor zur Welt
Lokales Dahme-Spreewald 85 Jahre das klangvolle Tor zur Welt
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21:58 12.04.2015
Die Alphorn-Bläser von „current brass“ begleiteten die Mitglieder des Posaunenchores durch das vielfältige Programm. Quelle: Uta Schmidt
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Königs Wusterhausen

Die 18 Mitglieder des Posaunenchors unter der Leitung von Karsten Kalz hatten sich zu ihrem Festkonzert mit Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten Verstärkung durch das Bläserquartett "current brass" eingeladen. Gemeinsam präsentierten die Bläser aus Berlin und Brandenburg klassische und moderne Blechblasmusik, bei der vor allem vier Alphörner aufhorchen ließen. In Verbindung mit Trompeten, Posaunen, Hörnern und Tuben brachten die imposanten Instrumente das Kirchenschiff kraftvoll zum Erklingen.

Posaunenchor ein fester Bestandteil der Gemeinde

Launig führte der Posaunenchorleiter Karsten Kalz, der auch Vorsitzender des Gemeindekirchenrates ist, durch das zweistündige Programm, berichtete von den Höhepunkten in den vielen Jahren des Bestehens des Ensembles, von Teilnahmen an Kirchentagen und Bläsertreffen und von der Zusammengehörigkeit der Mitglieder im Alter zwischen 12 und 82 Jahren und ihren Wünschen. "Wir haben uns heute selbst einmal ein Ständchen gewünscht", so Kalz mit Blick auf die Empore. Organistin Christiane Scheetz und die Alphornisten "current brass" erfüllten diesen Wunsch prompt mit dem Stück "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Johann Pachelbel. Die Kantorin würdigte den engagierten Posaunenchor als festen Bestandteil im Gemeindeleben. Er trage mit seiner Musik farbenfroh und facettenreich aber auch zu den Höhepunkten im Stadtleben wie dem Schlossfest bei. "Für viele Familien in der Stadt gehören die Auftritte des Posaunenchors jedes Jahr am Heiligabend auf dem Funkerberg zum Weihnachtsfest dazu", sagte sie.

Host Kalz: „Als ich 1950 dazukam, waren wir nur sechs Musiker, hatten kaum Instrumente und Noten." Quelle: Schmidt

Über die wichtige Funktion der Bläserchöre in der Kirche und dem Gemeindeleben erinnerte der stellvertretende Superintendent des Kirchenkreises Neukölln, Ingo Arndt, in seiner Gratulation. "Bläser sind neben dem gesprochenen Wort, Gesang und Orgel eine tragende Säule in der Gemeinde. Sie sind das Tor der Kirche zur Welt, und sie sollten zum Weltkulturerbe gehören", wünschte sich Arndt. Er sei stolz einen so wunderbaren Posaunenchor im Süden des Kirchenkreises.

65 Jahre im Ehrenamt der Posaunenspieler

Anlässlich des Chorjubiläums wurden mehrere Mitglieder für ihr langjähriges Wirken durch den Landesposaunenwart Traugott Forchner ausgezeichnet. Er vergab das bronzene, silberne und goldene Ehrenzeichen des evangelischen Posaunendienstes in Deutschland. Ramona Moch wurde für ihr 25-jähriges und Klaus Thoms für sein 50-jähriges Mitwirken in dieser Bläsergemeinschaft geehrt. Besondere Freude herrschte bei Horst Kalz, der für sein 65-jähriges Engagement im Posaunenchor einen symbolischen Baum voller Instrumente und guter Wünsche erhielt. Der Senior erinnerte sich an den schweren Neuanfang des Posaunenchores nach dem Krieg: "Als ich 1950 dazukam, waren wir nur sechs Musiker, hatten kaum Instrumente und Noten." Heute musizieren von 13 Angehörigen der Familie Kalz sieben in der Chorgemeinschaft. Der Spaß an der Musik halte diese ebenso zusammen wie die Verkündigung, so Horst Kalz.

Der Posaunenchor wird den Gedenkgottesdienst auf dem Waldfriedhof in Halbe am 29. April ebenso gestalten wie den traditionellen Freiluftgottesdienst zu Himmelfahrt am 14.Mai im Kirchgarten von Deutsch Wusterhausen.

Von Uta Schmidt

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