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Dahme-Spreewald Abfallstreife für saubere Umwelt
Lokales Dahme-Spreewald Abfallstreife für saubere Umwelt
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00:19 08.01.2018
Maria Böhme aus Zeesen hat die Abfallstreife mit gegründet. Der Verein will künftig auch über die Folgen der Umweltverschmutzung aufklären. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Es gibt eigentlich nichts, was die grünen Engel vom Königs Wusterhausener Verein Abfallstreife noch nicht gefunden haben. Bauschutt, Gartenabfälle, alte Reifen, Hausmüll – einfach in den Wald geworfen oder an Badestellen hinterlassen. Vereinsmitglieder und andere freiwillige Helfer sorgen dafür, dass der Dreck immer wieder verschwindet. „Das ändert leider nichts am menschlichen Verhalten“, sagt Maria Böhme vom Vorstand der Abfallstreife.

Hinterlassenschaften wie diese werden von der Abfallstreife beseitigt. Quelle: Abfallstreife

Entmutigen lassen sich die 25-jährige Studentin aus Zeesen und ihre Mitstreiter von den notorischen Umweltsündern dennoch nicht. Sie wollen ein sauberes Dahmeland. „Hinterlasse nichts in der Natur, außer deinen Fußspuren“, lautet der Leitspruch. Abfall findet sich im Sommer vor allem an den vielen Badestellen in der Gegend, wird aber auch gerne an Feld -und Waldwegen sowie am Rand von Siedlungen illegal entsorgt. „Überall dort, wo man mit dem Auto hinkommt, werden wir fündig“, sagt Maria Böhme. Sie

Streifzug im Wald: Vereinsmitglieder sammeln Müll ein. Quelle: Abfallstreife

selbst ärgerte sich, dass am Zeesener See so viel Müll abgeladen wird, wie an anderen Gewässern auch. „Mich stört das. Ich gehe ja dahin, um die Natur zu genießen“, sagt sie. Mit Gleichgesinnten gründete sie deshalb vor zwei Jahren die Abfallstreife, die sie mit ihrem 26 Jahre alten Vorstandskollegen Jonas Hohnholz aus Bestensee anführt.

Unterstützung bekommt der Verein vom Südbrandenburgischen Abfallzweckverband SBAZV, der die „Fundsachen“ abnimmt, sowie von der Stadt Königs Wusterhausen, die sich um die Entsorgung kümmert. Die Stadt hat die Abfallstreife für den jüngsten Umweltpreis des Landkreises vorgeschlagen. Es gab eine Urkunde, ein kleines Präsent und viel Lob.

An den Seen werden Badesachen und Müll einfach liegen gelassen. Quelle: Abfallstreife

„Durch Ihren Einsatz tragen sie maßgeblich zur Verbesserung der Umweltsituation bei“, würdigte Landrat Stephan Loge (SPD) die ehrenamtliche Arbeit. Am kommenden Samstag, den 6. Januar, hilft die Abfallstreife, die schon in Töpchin und Groß Köris aktiv war, bei einem Arbeitseinsatz des Niederlehmer Anglervereins von 9 bis 12 Uhr am Dahme-Ufer hinter dem Rewe-Markt. Helfer sind gerne gesehen. Der Präsident des Kreisanglerverbandes, Uwe Kretschmar, hatte den Hinweis bekommen. „Ich

Achtlos weggeworfen. Glas und Plastik sind auch eine Gefahrenquelle für Wildtiere, die sich verletzen können. Quelle: Abfallstreife

schaute mir das an und fiel aus allen Wolken. Das ist total vermüllt“, sagt er. Firmen wie Rewe, die Lutra und die S & W Bau GbR unterstützen die Freiwilligen, die derartige Einsätze oft über Facebook organisieren. Vorbild für die Abfallstreife ist übrigens ein gleichnamiger Trupp in Teltow-Fläming, der hauptamtlich für die Kreisverwaltung die Dreckecken aufspürt. Maria Böhme machte dort ein Praktikum. In diesem Jahr will der Verein noch mehr über die Folgen der Umweltverschmutzung aufklären, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Es gibt schon Kontakte zu Jugendclubs und zur Grundschule Zeesen.

Kontakt und weitere Infornmationen auf www.abfallstreife.de

Hinterlasse nichts in der Natur, außer deinen Fußspuren, so lautet der Leitspruch des Vereins. Leider wird das selten von Menschen beherzigt. Quelle: Abfallstreife

Von Frank Pawlowski

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