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Dahme-Spreewald Abfallzweckverband zeigt gelbe Karte
Lokales Dahme-Spreewald Abfallzweckverband zeigt gelbe Karte
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00:18 03.11.2013
Mit maximal 20 Kilo Laub sollen die Säcke befüllt werden. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Mit Humor und Kommunikation versucht der Verbandschef des hiesigen Abfallzweckverbandes SBAZV, zwei gegensätzliche Interessen unter einen Hut zu bekommen. Und dafür bringt er jetzt eine gelbe Karte ins Spiel. "Wir bitten einfach darum, die Maximalfüllung von 20 Kilogramm zu beachten, sonst können wir zu schwere Laubsäcke auf Dauer nicht mehr mitnehmen", erklärt Verbandsvorsteher Lutz Pätzold die Aktion, die den Mitarbeitern des Entsorgungsdienstes die Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes leichter machen soll.

Den Bürgern wolle man natürlich weiter jeden Service bieten, der mit einem modernen Dienstleister möglich ist, sagt Lutz Pätzold. Er will aber auch etwas für seine Mitarbeiter tun und sie vor Bandscheibenschäden schützen. Denn für die Fahrer der Laubsack-Touren wird die Arbeit immer schwerer: Als der SBAZV im Herbst 1996 die Laubsacksammlung einführte, kamen 30.000 Säcke zusammen. Seither steigerte sich deren Anzahl Jahr für Jahr. Inzwischen sammelt der Verband in seinem Einsatzgebiet zwischen Königs Wusterhausen, Ludwigsfelde, Luckenwalde, Jüterbog und Dahme das Zehnfache ein und verkauft zudem jährlich 20.000 Banderolen für Grünschnitt. Das zeige, fasst es Lutz Pätzold zusammen, dass diese Leistung ankommt. "Wir können damit aus 4500 Tonnen Grünabfall jährlich wieder 1000 Tonnen Komposterde in den Kreislauf der Natur geben."

Es gebe für ihn auch noch eine andere Variante, das Gewichtsproblem zu lösen. Vor ein paar Jahren sei es schon einmal praktiziert worden: "Wir können die Säcke auch noch mal kleiner und preiswerter machen. Doch das halten wir im Moment für den falschen Weg, sowohl für die Arbeitsbelastung als auch für die Umwelt. Wir versuchen es jetzt einfach mal mit dem Appell an die Kunden."

Und der sieht so aus: Ist ein Sack zu schwer, bekommt der Kunde eine gelbe Karte als Hinweis auf die Überfüllung. "Bei Wiederholung muss derjenige damit rechnen, dass der Laubsack nicht mehr mitgenommen wird." Gerade jetzt im Herbst sollten die Säcke nicht mit sehr feuchten Blättern bis zum Rand vollgestopft werden. Und damit sie auch bei Regen nicht noch schwerer werden können, bittet der Abfallentsorger ums Zubinden der Säcke.

Doch gegen zu schwere Laubsäcke haben die Müllfahrer zu jeder Zeit zu kämpfen, erklärt Lutz Pätzold. "Im Frühjahr werden Sand und Splitt von den Wegen einfach mit hineingestopft und im Sommer kommt bis oben zum Rand feuchter Rasenschnitt rein. Wenn diese Laubsäcke jeden Tag und das auf Jahre immer wieder zu schwer sind, dann führt das irgendwann bei jedem zur Schädigung der Wirbelsäule und des Muskel-Skelett-Systems. Das ist sicher nachvollziehbar", sagt der Verbandschef. Er verweist darauf, dass nichts anderes als Rasen-, Baum- und Strauchschnitt, Laub, Tannennadeln und Zapfen, Balkonpflanzen, Schnittblumen oder Unkraut in die Laubsäcke gehören.

Info: Ausführliche Informationen zu den Laubsäcken und allen anderen Abfallarten im Internet unter www.sbazv.de

Von Jutta Abromeit

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