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Dahme-Spreewald Abriss-Start am alten Betonwerk
Lokales Dahme-Spreewald Abriss-Start am alten Betonwerk
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13:15 06.03.2016
Meter für Meter fressen sich die Bagger in die alten Produktionsstätten auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerks in Zernsdorf. Quelle: Franziska Mohr
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Zernsdorf

Die Ruinenlandschaft auf dem Areal des ehemaligen Betonwerks in Zernsdorf ähnelt augenblicklich beinahe den Bildern, die allabendlich aus syrischen Städten wie Aleppo oder Homs über den Bildschirm flimmern. Sich inmitten dieses Trümmerfeldes schon in zwei Jahren ein attraktives Wohngebiet mit spielenden Kindern und lachenden Opas vorzustellen, fiele verdammt schwer, läge nicht nebenan das 14 Hektar große Areal des alten Schwellenwerks.

Dort haben die Investoren der Wohnen am See Zernsdorf GmbH, die beiden Geschäftsführer Arnold Onnebrink und Colin de Lage, den Wandel schon vollzogen. Die in diesem ersten Bauabschnitt vorhandenen 100 Grundstücke sind restlos verkauft. 40 Einfamilienhäuser sind dort bereits bezogen und weitere 20 schon im Bau. Eine Erfolgsgeschichte, die sich im zweiten Bauabschnitt wiederholen wird, davon ist Colin de Lage felsenfest überzeugt. „Für die jetzt entstehenden 87 neuen Grundstücke bekundeten bereits über 200 Familien Interesse“, sagt de Lage. Zwei Drittel von ihnen kommt aus Berlin-Brandenburg. Und das, obwohl die Grundstückspreise innerhalb der letzten 18 Monate kräftig gestiegen sind. Sie werden sich nach Angaben der Geschäftsführer beim Verkaufsstart Mitte dieses Jahres voraussichtlich zwischen 180 und 300 Euro pro Quadratmeter bewegen.

Auf dem Gelände des alten Schwellenwerks entstanden schon schmucke Wohnhäuser. Quelle: Franziska Mohr

Bis dahin allerdings muss noch ein gehöriges Stück Arbeit bewältigt werden. Ende Februar hat der Abriss der über 90 maroden Gebäude von alten Schuppen bis zu Bürotrakten und massiven Produktionshallen begonnen. Meter für Meter fressen sich jetzt Bagger und großes Gerät auf der elf Hektar großen Fläche des einstigen Betonwerks voran. Die Größe dieser Aufgabe belegen einige nüchterne Zahlen.

Onnebrink zufolge müssen hier bis Ende September allein 9000 Tonnen Beton, 12 000 Tonnen Ziegel, 700 Tonnen Altholz und 15 Tonnen Asbest abgetragen werden. Dies alles sortieren die Männer um Bauleiter Sten Höpfner von der „Arge Heinemeyer/Halter Abbruch Betonwerk“ in unzähligen Haufwerken, deren Material auf seine Wiederverwendung für den Straßenbau analysiert wird, ehe es auf Deponien gefahren wird.

Zuvor war auf der seit fast zwei Jahrzehnten brachliegenden Fläche 2015 schon das große Aufräumen angesagt. Es kostete eine Viertelmillion Euro, die von vielen Bürgern zur illegalen Müllentsorgung genutzte Fläche von verrosteten Kühlschränken, Maschinenteilen, Teerpappe, Schrottautos, Farbeimern und alten Autoreifen zu befreien. Zu den Hinterlassenschaften von fast zwei Jahrhunderten Industrie- und Handwerksgeschichte gehört aber auch, dass etwa ein Drittel der Fläche mit Schalölen aus der Betonherstellung und Teerölen aus der Dachstoffproduktion belastet ist.

Zum Austausch beziehungsweise der Reinigung des Bodens wird im April mit dem Landkreis Dahme-Spreewald ein Sanierungsvertrag unterzeichnet, sodass vielleicht noch in diesem Jahr mit dem Straßenbau begonnen werden kann. Zugleich erreicht der Bebauungsplan seine Endrunde, sodass er noch im Sommer im Stadtparlament verabschiedet werden kann. Er sieht in diesem Wohngebiet rund um das alte Bootshaus am Krüpelsee auch ein 7500 Quadratmeter großes Sondergebiet für Tourismus und Wassersport vor.

Hier könnten neben einer Pension auch eine Gaststätte und ein Bootsverleih entstehen. Die Planungen enthalten zudem einen 30 Meter breiten Uferwanderweg, der sich über beide Bauabschnitte auf einer Länge von 800 Metern erstreckt. „Uns schwebt eine Art Bürger-Ufer vor, auf dem das traditionelle Zernsdorfer Open-Air-Kegeln neu belebt wird“, sagt Onnebrink. Alte Zernsdorfer Aufnahmen bewiesen schließlich, dass es hier direkt am Krüpelsee früher auch eine Dampferanlegerstelle und eine Tanzfläche gab.

Direkt an der Karl-Marx-Straße lässt der Bebauungsplan eine dichtere, zweigeschossige Wohnbebauung plus Staffelgeschoss zu.

Von Franziska Mohr

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