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Dahme-Spreewald Abwahl gescheitert: Bianca Urban bleibt im Amt
Lokales Dahme-Spreewald Abwahl gescheitert: Bianca Urban bleibt im Amt
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06:59 11.01.2016
Bianca Urban bleibt Bürgermeisterin in Märkisch Buchholz. Quelle: Karen Grunow
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Märkisch Buchholz

60,7 Prozent der Märkisch Buchholzer wollen, dass Bianca Urban weiterhin Bürgermeisterin der kleinsten Stadt Brandenburgs bleibt. „Ich freue mich, nicht nur für mich, sondern auch für die Stadtverordneten“, sagte die ehrenamtliche Bürgermeisterin (Buchholz: offen und bunt), die am Sonntag auf Bestreben zahlreicher Gegner der in und bei Märkisch Buchholz geplanten Gasförderung und -aufbereitung aus ihrem Amt abgewählt werden sollte. Urban und zahlreiche Stadtverordnete lehnen das Projekt des Unternehmens Engie (Gas de France Suez) nicht ab, sondern wollen es „kritisch begleiten“.

So sehen Sieger aus: Bürgermeisterin Bianca Urban (6.v. l.) stößt mit ihren Unterstützern auf den Wahlsieg an. Quelle: Grunow

„Die Buchholzer haben entschieden“, sagte Monika Stiehl nach Bekanntwerden eines ersten Ergebnisses vor dem Wahllokal im Literatur- und Begegnungszentrum „Franz Fühmann“ in Märkisch Buchholz. Sie hatte mit Holger Mosch die Abwahl der Bürgermeisterin initiiert, weil beide unzufrieden waren mit der Art und Weise, wie Urban und die sie unterstützenden Stadtverordneten die Pläne von Engie ihrer Meinung nach gegen den Willen der Bürger durchsetzten.

Die Bürgerinitiative „Bürger in Bewegung“, die seit Februar vergangenen Jahres mit großem Erfolg gegen das Gas-Vorhaben mobilisiert, hatte eine Einwohnerbefragung beantragt, die jedoch im Juli in einer Version verabschiedet wurde, die von zwei Stadtverordneten-Fraktionen modifiziert worden war. Das geschah zeitgleich mit dem Aufstellungsbeschluss für eine mögliche Gasaufbereitung im Märkisch Buchholzer Gewerbegebiet. Monika Stiehl und Holger Mosch starteten daraufhin eine Unterschriftensammlung für die Abwahl der Bürgermeisterin.

689 Märkisch Buchholzer waren zur Abwahl aufgerufen worden, 80,4 Prozent nahmen die Gelegenheit wahr. Während in Märkisch Buchholz direkt eine deutliche Mehrheit – 286 von 447 Wählern – ihr Kreuz für Bianca Urban setzte, überwog in Köthen der Wunsch nach Abwahl. Hier wurde auf 29 der ausgezählten 53 Wahlzettel für die Abwahl votiert.

Für René Altreuther, einer der Sprecher der Bürgerinitiative, war das ein nicht unerwartetes Ergebnis. Im Hinblick auf das im November bekannt gewordene Ergebnis der Einwohnerbefragung sagte er dennoch: „Die Mehrheit will die Gasanlage nicht und hat der Bürgermeisterin den politischen Auftrag gegeben, das auch umzusetzen.“

„Nicht nur das Ehrenamt hat gewonnen, auch die Demokratie“, betonte der Stadtverordnete Uwe Albrecht (Buchholz: offen und bunt), der am Abend zusammen mit den zahlreichen Unterstützern der Bürgermeisterin feierte. Darunter, so Urban, seien auch Gas-Gegner. „Es geht nicht nur um mich, sondern um uns alle hier im Ort“, sagte sie.

Auch aus der Landespolitik waren Unterstützer nach Märkisch Buchholz gekommen. Sylvia Lehmann, die SPD-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises, war da, und Matthias Loehr, der Sprecher für Tourismus und Wirtschaftspolitik der Fraktion der Linken im Landtag. Er hatte für den ersten gekippten Abwahl-Termin im November Unterstützung für Bianca Urban aus SPD, CDU und der Linken zusammengetrommelt. „Wir müssen jetzt nach vorne gucken. Es geht darum, die Bürgermeisterin zu unterstützen, Gräben zuzuschütten. Wir brauchen eine klare Versachlichung der Debatte um das Projekt von Engie“, sagte Loehr.

Von Karen Grunow

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