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Dahme-Spreewald Ärger um die Stolperfalle Kellerschacht
Lokales Dahme-Spreewald Ärger um die Stolperfalle Kellerschacht
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08:44 19.02.2016
Die Kellerschächte in der Baruther Vorstadt. Quelle: Dietrich von Schell
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Mittenwalde

Kellerschächte stellen im Allgemeinen keine Gefahr dar. Sie öffnen sich zu ebener Erde, spenden Licht für das darunter gelegene Kellerfenster und sind nach oben mit einem Gitter abgesichert. Im historischen Stadtbild von Mittenwalde, so auch in der stark genutzten Baruther Vorstadt, kann man viele dieser Schächte entdecken. Das hat auch Martin Derdula getan, als er durch die Stadt ging – aber eben nicht freiwillig. Er ist ins Stolpern geraten. Und zwar aufgrund besagter Kellerschächte.

Als er sich die Sache näher ansah, musste er feststellen, dass sich der betreffende Kellerschacht in der Baruther Vorstadt in einem miserablen Zustand befindet. Und es gebe weitere ähnliche Fälle. Die Schächte sind, wie früher üblich, mit Ziegelsteinen gemauert, doch diese ragen in einigen Fällen mehrere Zentimeter über das Niveau des Bürgersteigs hinaus und seien oft kaputt. „Der Gehweg ist an dieser Stelle schon schmal, Baum- und Pflanzkübel verengen ihn noch mehr“, sagt Derdula und wundert sich, dass in der Vergangenheit noch kein Unfall passiert ist. Und noch einen weiteren Aspekt kritisiert er: „Die Gitter weisen ebenfalls Mängel auf, weil sie zum Teil nicht mehr fest verankert sind und lose auf den Ziegeln liegen. Sie wippen hin und her und lassen sich bestimmt ohne viel Mühe aus der Verankerung herausreißen.“ Dass spielende Kinder oder übermütige Jugendliche auf diese Idee kommen könnten, kann er sich gut vorstellen. Die weiteren Folgen will sich Derdula gar nicht ausmalen. Darum hat er das Ganze jetzt über das Internetportal „Maerker“ bei der Stadtverwaltung gemeldet.

Mittenwaldes amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch sagt, die Gehwege seien im Rahmen der Stadtsanierung fertiggestellt worden. „Und da hat niemand etwas beanstandet.“ Die von Derdula beanstandeten Häuser in der Baruther Vorstadt befänden sich in Privateigentum, da seien der Verwaltung weitestgehend die Hände gebunden. „Das Ordnungsamt ist aber dem Hinweis nachgegangen, und hat die Kellerschächte tatsächlich als Gefahrenquelle für die Bürger erkannt“, so Dommisch. „Das Amt hat dem Eigentümer eine Anordnung geschickt, um Abhilfe zu schaffen.“

Damit ist aber noch nicht gewährleistet, dass der Hausbesitzer auch aktiv wird und etwas gegen die Stolperfalle unternimmt. Immerhin, so Dommisch, stehe er bei Schadensfällen zunächst in der Verantwortung.

Von Dietrich von Schell

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