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Dahme-Spreewald Ärztin Luise Zeiner geht in Rente
Lokales Dahme-Spreewald Ärztin Luise Zeiner geht in Rente
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19:47 21.02.2018
Peggy von Niederhäusern übernimmt ab Montag die Praxis von Luise Zeiner in Schulzendorf. Quelle: Josefine Sack
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Schulzendorf

Der Abschied fällt ihr schwer. Als eine Patientin Luise Zeiner Blumen übergibt, kämpft die Hausärztin mit den Tränen. 68 Jahre alt wird Luise Zeiner in diesem Jahr. Fast 40 Jahre war die Allgemeinmedizinerin in der Gemeinde Schulzendorf tätig, dabei Ansprechpartnerin für knapp 1000 Patienten. Am Donnerstag hat sich die beliebte Ärztin – sogar Patienten, die mittlerweile im Ausland leben, wollten sich verabschieden – in den Ruhestand verabschiedet und ihre Praxis in der Ilgenstraße 4 an ihre Nachfolgerin Peggy von Niederhäusern übergeben.

Zeiner selbst möchte nicht mit aufs Foto, auch über ihre Karriere als Ärztin will sie nicht sprechen. Zu sehr schmerzt der Abschied, über den sie lieber keine großen Worte verlieren will. Peggy von Niederhäusern, ab Montag die neue Chefin in der Hausarztpraxis, kann ihre Vorgängerin gut verstehen: „Die Praxis ist ihr Leben.“ Sie verspricht, die Hausarztpraxis in Luise Zeiners Sinne weiterzuführen.

Flügeltüren und antiker Kronleuchter

Das helle Wartezimmer, dessen Flügeltüren sich im Sommer zur Terrasse öffnen lassen, der antike Kronleuchter an der Decke, die Couch im Behandlungszimmer – das ausgesuchte Interieur erinnert eher an ein schickes Feriendomizil als an eine Arztpraxis. Und das soll auch unter von Niederhäusern so bleiben. „Die Praxiseinrichtung spiegelt Frau Zeiners Esprit wider“, sagte sie.

So gut wie nie präsentierte sich die Ärztin in weißem Kittel. Sie trug stets Kleider und Schmuck. Ihre Patienten kannte sie gut, ganze Familien kamen zu ihr. „Hier ist alles sehr persönlich“, sagt von Niederhäusern.

Aus dem Spreewald nach Schulzendorf

Seit Anfang Januar schaut die 44-Jährige ihrer Vorgängerin über die Schulter. Ihre Facharztausbildung zur Internistin hat sie im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus begonnen, später war die Mutter von drei Kindern als Allgemeinmedizinerin in Schlepzig im Spreewald tätig. „Früher hätte ich mir nicht vorstellen können, allein eine Praxis zu führen“, sagt sie. Der ganze Verwaltungsaufwand, die Abrechnungen, Laborwerte, die einem möglicherweise erst nach einem Tag Aufschluss über eine Krankheit des Patienten geben – das traue man sich als junger Arzt kaum zu. Zurück in den hektischen Alltag großer Kliniken will sie nach fünf Jahren als angestellte Ärztin im Spreewald nicht wieder. „Ich habe festgestellt, dass mir das ambulante Arbeiten großen Spaß macht“, sagt von Niederhäusern und ergänzt: „Auf dem Land arbeitet man mit Menschen, nicht mit Laborwerten.“ Der ganzheitliche Blick sei ihr wichtig.

Für ihre neue Aufgabe ist die Ärztin samt Familie in Schulzendorf direkt über der Arztpraxis eingezogen. Ihre Vorgängerin wird dort künftig noch regelmäßig ein- und ausgehen. Die Ärztin im Ruhestand übernimmt die Urlaubsvertretung. „Ich hoffe, dass die Freude, über das, was sie dann sieht, überwiegt und nicht der Abschiedsschmerz“, sagt von Niederhäusern.

Von Josefine Sack

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