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Dahme-Spreewald AfD verbreitet Fake-Foto – Berlins Regierungschef wehrt sich
Lokales Dahme-Spreewald AfD verbreitet Fake-Foto – Berlins Regierungschef wehrt sich
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17:08 16.04.2019
Rechts das Original, links die von der AfD verbreitete Manipulation des Fotos Quelle: MAZonline
Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat wegen eines von der AfD verbreiteten manipulierten Fotos seiner Person die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. „Wir haben die Staatsanwaltschaft gebeten zu überprüfen, ob gegebenenfalls strafrechtlich dagegen vorgegangen werden kann, vorgegangen werden muss“, sagte Müller. „Nun muss erst mal ermittelt werden, wer eigentlich hinter diesem Fake-Eintrag steht.“

Der Brandenburger AfD-Kreisverband Dahme-Spreewald hatte via Twitter und Facebook ein Foto verbreitet, auf dem Müller einen großen Zettel in die Kamera hält. Darauf steht: „Alle nach #Berlin“. Die Senatskanzlei spricht von einer Fälschung. Auf dem Original-Foto hatte Müller im Januar für die Winterhilfe für Obdachlose in der Hauptstadt geworben. „Kältebus rettet Leben!“ ist dort zu lesen, und die dazugehörige Notrufnummer. Das zeigen Screenshots der Tweets, die unter anderem der rbb twitterte.

AfD absolut uneinsichtig

Inzwischen ist die Abbildung (siehe Screenshot) im Internet gelöscht worden. Die AfD Dahme-Spreewald erklärte auf ihrer Facebook-Seite, sie habe eine „Fotomontage mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin“ geteilt und „damit einen Nerv getroffen“. „Die Fotomontage suggerierte, dass der Bürgermeister alle Migranten und Flüchtlinge nach Berlin einlädt. Auch wenn er dies vermutlich nicht gesagt hat, ist das genau seine Politik.“ Der Beitrag sei „aus Vorsichtsgründen“ gelöscht worden. Der AfD-Kreisvorsitzende Steffen Kotré, reagierte am Dienstag nicht auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu dem Vorgang.

Bereits im März hatte die AfD (Kreisverband Stade) mit einem manipulierten Foto für Empörung gesorgt und damit gegen „Fridays for Future“-Demonstranten gehetzt. Auch der stellvertretende AfD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Ronald Gläser, streute seinerzeit dieses Fake-Foto. Die Bildmontage (das Originalfoto hatte die AfD aus der MAZ geklaut) zeigte drei Potsdamer Schüler. Verändert worden waren die Slogans auf ihren Plakaten. Wo im Original „Schulstreik für das Klima“ stand, schmierten die Rechtspopulisten „Rettet die Eisbeeren“ hin, um die demonstrierenden Schüler als minder gebildete Volltrottel hinzustellen.

Zudem sorgte der AfD-Ortsverband Blankenfelde-Mahlow in der vergangenen Woche mit einem peinlichen Fehler für Schlagzeilen. Auf einem Wahlplakat titelte er: „Nachtflugverbot auch für SFX – jetzt!“ Der Flughafen Berlin-Schönefeld, den die AfD mit ihrem Plakat meinte, trägt jedoch die Abkürzung SXF. Daniel Freiherr von Lützow, Vorsitzender des AfD-Ortsverbandes Blankenfelde-Mahlow, bestätigte auf MAZ-Nachfrage, dass der Fehler ihm und seinen Kollegen zunächst nicht aufgefallen war. „Solche Fehler können immer mal passieren. Wir werden das natürlich korrigieren“, sagt er.

Von MAZOnline

Martin Jehle ist ein Jurist mit Interesse für die Psychiatrie. Schon vor Teupitz war er an entsprechenden Fachkliniken tätig.

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