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Aktion zum Weltflüchtlingstag

Porträts an der Technischen Hochschule Wildau Aktion zum Weltflüchtlingstag

Porträts berühmter Persönlichkeiten, die ihre Heimatländer verlassen mussten, wurden anlässlich des Weltflüchtliungstages an der Technischen Hochschule Wildau gezeigt. Mit der Aktion wollte die TH auf ihre zahlreichen Angebote für Geflüchtete aufmerksam machen und um weitere Helfer werben.

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Peter Tóth und Friederike Johanna Geithner inmitten der Porträts.

Quelle: Karen Grunow

Wildau. Beherzt spricht Friederike Johanna Geithner alle an, die auf dem Campus der Technischen Hochschule Wildau in die Halle 10 gehen, die Mensa und Bibliothek beherbergt. Ob sie denn wüssten, was all diese berühmten Persönlichkeiten gemeinsam hätten, fragt sie und zeigt auf Porträts von Schauspielern wie Andy Garcia oder Marlene Dietrich, von Geistesgrößen wie Einstein oder Brecht oder Musikerinnen wie M.I.A. oder Rita Ora. Viele bleiben dann verwundert stehen. Und staunen noch mehr, wenn sie erkennen, dass all diese Personen aus ihren Heimatländern geflohen sind.

Mit dieser Aktion zum Weltflüchtlingstag, den die Vereinten Nationen erstmals am 20. Juni 2001 ausgerufen hatten, will die Wildauer Hochschule auf ihre Angebote für Geflüchtete aufmerksam machen. Seit Kurzem gibt es mit dem „Welcome Center“ eine direkte Anlaufstelle. Friederika Johanna Geithner koordiniert dafür die vielfältigen Angebote der TH, an der bereits seit gut einem Jahr für Flüchtlinge Deutschkurse angeboten werden, deren Teilnehmer bisher aus den Unterkünften in Bestensee, Wernsdorf und Waßmannsdorf kamen. Außerdem gibt es einen PC-Raum, den Geflüchtete kostenlos nutzen können, um online zum Beispiel Hochschulkurse belegen zu können, die ihnen später angerechnet werden können, wenn sie sich offiziell für ein Studium bewerben dürfen.

Ehrenamtliche Buddys werden gesucht

Geithner und Praktikant Peter Tóth, der Europäisches Management an der TH studiert, suchen während der dreistündigen Porträt-Aktion in Halle 10 außerdem ehrenamtliche Buddys – also Studierende, die sich ab dem kommenden Studienjahr um ausländische Studienanfänger kümmern wollen. Zu denen dann möglicherweise auch Geflüchtete gehören. Es gibt eine Kooperation mit Kiron Open Higher Education, bereits im kommenden Semester soll ein speziell auf Flüchtlinge zugeschnittenes Studienprogramm an der TH starten.

Außerdem ist vor Semesterbeginn noch eine Art Summer School geplant, in der Flüchtlinge auf ein Studium in Deutschland allgemein und im Besonderen an der TH vorbereitet werden.

Viele Anfragen von Flüchtlingen

„Noch gibt es zwar keine Flüchtlinge unter den Studierenden, aber wir haben schon viele Anfragen“, erzählt Geithner. Sie und Peter Tóth verteilen an die Vorbeieilenden süße Kleinigkeiten, die sie mit Zitaten der für die Aktion ausgewählten Persönlichkeiten versehen haben. „Es war mutiger zu gehen, alles für die Freiheit zu opfern, als zu bleiben“, sagte zum Beispiel Hollywood-Star Andy Garcia, der als Fünfjähriger mit seiner Familie von Kuba in die USA floh.

„Wir wussten nicht, dass all diese Leute Flüchtlinge sind“, sagen die Kolumbianerin Ana Maria Pineda und die Peruanerin Michelle Tejada, die beide in Wildau Wirtschaftsingenieurwesen studieren, ganz erstaunt mit Blick auf die Fotos.

Von Karen Grunow

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