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Volkshochschulkurs „Honig selber machen“ Alles über Bienen

In einem Volkshochschulkurs erklärt Hobby-Imker Jörg Przyborowski, was alles zu beachten ist, wenn man privater Honigerzeuger werden will. Er zeigt verschiedene Arten von Bienenstöcken, stellt das „Handwerkszeug“ des Imkers vor und gibt praktische Tipps.

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Ein Mann räumt auf

Jürgen Strunka (2.v.r.) entnimmt gemeinsam mit Jörg Przyborowski (2.v.l.) einen Wabenrahmen aus der Magazinbeute.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Münchehofe. Auf dem Hof bei Jörg Przyborowski war am Samstagvormittag erst einmal Verkleiden angesagt. Bienenhut, Schleier, Handschuhe bis zum Ellenbogen. Erst danach machte sich die Gruppe auf den Weg in den Garten zu den Bienenstöcken. „Ich mache das auch, denn ganz so mutig bin ich nicht. Feigheit ist in diesem Fall keine Schande und ganz ehrlich, ich bin auch schon einmal abgehauen“, erzählte Jörg Przyborowski gleich zu Beginn den Teilnehmern seines Volkshochschulkurses „Honig selber machen“.

Przyborowsi ist von Hause aus Tischlermeister und betreibt in Münchehofe eine Bau- und Möbeltischlerei. Vom Nachbarn inspiriert, begann er vor acht Jahren mit der Imkerei, und er hat nach eigenem Bekunden viel Freude dabei. Neuerdings gibt er sein Wissen und seine Erfahrungen auch in Volkshochschulkursen weiter. Im März erfuhren die Teilnehmer von ihm schon einiges über die Theorie der Honigherstellung, nun folgt der praktische Einführungskurs. Direkt am Bienenstock erklärte Jörg Przyborowski, welche Arbeiten im Frühjahr auf den Imker zukommen. Achten muss er vor allem auf zwei Dinge: dass die Brut sicher ist und dass es der Königin gut geht.

Auf der Suche nach einem neuen Hobby

An zwei Arten von Bienenstöcken zeigte der Hobby-Imker die typischen Handgriffe. Bei der so genannten Hinterbehandlungsbeute werden die Rahmen von hinten eingehängt, bei der Magazinbeute greift man sie von oben. „Probieren Sie ruhig selbst, die Rahmen herauszuholen“, ermuntert Przyborowski seine Schüler.

Hellfred Bemme schaute sich alles interessiert an. Er wollte herausfinden, wie groß der Aufwand eines Imkers ist und was man anschaffen muss, damit die Imkerei funktioniert. Hellfred Bemme trägt sich mit dem Gedanken, sich intensiver der Imkerei zu widmen, wenn er in ein paar Jahren in Rente geht. „Eigentlich war es ja die Idee meines Sohnes, aber ich glaube schon, dass ich mich für dieses Hobby begeistern kann“, verrät er. Sein Sohn Jens hat ihm vorsorglich schon einmal einen Imkerhut mit Schleier zum Geburtstag geschenkt.

Man muss keinem Verein beitreten

Imker werden könne im Grunde jeder, erklärte Jörg Przyborowski. Man muss dafür auch keinem Verein beitreten. Allerdings ist es notwendig, sich beim zuständigen Veterinär zu melden, um den gängigen Bienenkrankheiten vorzubeugen, vor allem der Amerikanischen Faulbrut, der teilweise ganze Völker zum Opfer fallen.

Jürgen Strunka aus Schenkendorf hat in seinem Garten zwei Weiden, und seit Jahren beobachtet er die Bienen, die sich dort tummeln. „Da hab ich so richtig Interesse an der Bienenzucht bekommen“, erzählte er. Er hat auch schon Bücher über das Thema gelesen. Nun kann er sich vorstellen, Hobby-Imker zu werden. „Nachdem ich heute dabei war und gesehen habe, wie man das macht, kann ich mir sogar vorstellen, dass es ein Hobby für meine ganze Familie sein könnte“, sagte Strunka.

Am Ende gab es noch einen ganz wichtigen Tipp: Wer ein Bienenvolk kauft – der Preis liegt in der Regel bei etwa 100 Euro –, sollte immer darauf achten, dass eine Bescheinigung über Seuchenfreiheit vorliegt.

Von Gerlinde Irmscher

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