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Alter Wasserturm soll saniert werden

Königs Wusterhausen Alter Wasserturm soll saniert werden

Der Eigentümer des baufälligen Wasserturms am Bahnhof in Königs Wusterhausen plant eine Sanierung, einen Erweiterungsbau mit gewerblicher Nutzung und die Öffnung für den Publikumsverkehr. Das teilte das Rathaus auf MAZ-Anfrage mit. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Vorhaben genehmigt wird, sei groß.

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Der Wasserturm am Bahnhof soll saniert werden.

Quelle: Oliver Becker

Königs Wusterhausen. Der alte Wasserturm am Bahnhof in Königs Wusterhausen soll nach Plänen des Eigentümers saniert, erweitert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das sagte Königs Wusterhausens Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) auf MAZ-Anfrage.

Ortschronist Rainer Kugel hatte sich zuvor für den Erhalt des historischen Wasserturms am Bahnhof ausgesprochen. „Er gehört zur Bahngeschichte in Königs Wusterhausen und diente damals für die Wasserfüllung der Lokomotiven. Jetzt rostet er und ist ziemlich brüchig“, sagte Kugel gegenüber der MAZ. Dass der Turm möglicherweise abgerissen und dem geplanten Fahrradparkhaus weichen solle, wäre schade, da damit ein „Urgestein der Bahngeschichte verschwinden würde“, so Kugel.

Wasserturm ist denkmalgeschützt

„Das Gerücht, dass der Turm abgerissen werden soll, ist falsch“, stellte Bürgermeister Franzke klar. Der 1905 erbaute und 18 Meter hohe Wasserturm sei denkmalgeschützt und „werde das auch bleiben“. So habe er diesbezüglich bereits Rücksprache mit der Denkmalschutzbehörde des Landkreises gehalten, die ihm diese Auskunft erteilt hätte.

Im Zuge der aktuellen Planung des auf dem Bahnhofvorplatz entstehenden Fahrradparkhauses (die MAZ berichtete) sei man darüber hinaus in engem Kontakt mit dem neuen Eigentümer des Wasserturms. Dieser sei an einer gewerblichen Nutzung des Gebäudes interessiert. Er plane einen Anbau auf dem Grundstück gen Norden Richtung Kreisverkehr, der allerdings noch einer Genehmigung durch die Stadtverordneten bedürfe. Franzke ist jedoch optimistisch, dass das Vorhaben positiv beschieden wird. Verträge zur Einhaltung der Abstandsflächen seien bereits geschlossen worden.

Wasserturm soll öffentlich zugänglich sein

Der Anbau sei der „architektonische Spiegel“ zum Fahrradparkhaus. „Er nimmt den Baustil des Fahrradparkhauses mit auf. Es wird einen Anbau geben, der den Denkmalschutz wahrt und eine Kombination aus Moderne und Historie ist“, sagt der SPD-Politiker. Im Grundsatz würden der jetzige Baukörper und die Bauart des Wasserturms aber weiterbestehen.

Künftig sollen auch die Bürger Zugang zum Wasserturm erhalten. Dieser ist seit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Mitte des letzten Jahrhunderts nicht mehr in Betrieb. Noch zu DDR-Zeiten sollte er zum Café und einer Aussichtsplattform umgebaut werden. Die Pläne wurden jedoch nicht realisiert. „Das wird eine gute gewerbliche Nutzung mit der Öffnung für Publikumsverkehr“, sagte der Rathaus-Chef. Und weiter: „Es wird ein begehbares, auch innen erlebbares Gebäude werden.“ Franzke geht davon aus, dass beide Bauanträge – für Wasserturm und Fahrradparkhaus – noch dieses Jahr gestellt werden. „Das macht nur Sinn, wenn beides zeitgleich geschieht.“ Bereits im April soll ein erster Entwurf in einem der Ausschüsse vorgestellt werden.

Noch keine genauen Angaben zum Zeitplan für die Sanierung

Wann die Turmsanierung abgeschlossen und der Anbau fertiggestellt und eröffnet werden kann, ist noch unklar. Aber: „Beim Fahrradparkhaus arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass es Ende 2018 fertiggestellt werden kann. Das andere Projekt läuft parallel.“ Franzke lobte die „nicht jeden Tag erlebbare, sehr kooperative Zusammenarbeit“. Er habe nicht gedacht, dass man zu „so einer tollen Lösung“ kommen werde. Möglich geworden sei dies nur, „weil der Besitzer sich sehr konstruktiv einbringt.“

Bei der Planung des Fahrradparkhauses sei man bereits weiter. Die neue Unterstellmöglichkeit für Drahtesel soll 2,4 Millionen Euro kosten. Mit 420 Quadratmetern Grundstücksfläche auf drei Etagen wird es Platz für 500 Fahrräder und Auflademöglichkeiten für E-Bikes geben. Auch ein Fahrradshop ist vorgesehen. Das Land Brandenburg stellt hierfür 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln in Aussicht.

Von Oliver Becker

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