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Altes Rathaus hat ausgedient

Verwaltungssitz Königs Wusterhausen Altes Rathaus hat ausgedient

In den letzten fünf Jahren hat die Stadt Königs Wusterhausen etwa 8,6 Millionen Euro in ihren neuen Verwaltungssitz in der Schlossstraße investiert. Neubau und Sanierung sind dort abgeschlossen, sodass die Mitarbeiter jetzt endgültig aus dem alten Rathaus in der Karl-Marx-Straße 23 ausziehen können. Für den Umzug wurden 1800 Kisten gepackt.

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Gabriele Thiele und Rene Klaus räumen ihre Büros in der Karl-Marx-Straße 23 aus.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. Ein bisschen Wehmut war schon dabei, als sich die 27 Mitarbeiter des Fachbereichs Bauen und Gebäudeservice der Stadt Königs Wusterhausen am Freitag Vormittag zum letzten Mal rund um den großen runden Tisch im Obergeschoss des alten Rathauses in der Karl-Marx-Straße 23 versammelten. Da erinnerten die Älteren noch einmal an die Zeit kurz nach der Wende, als die einstigen Hausherren, die Mitarbeiter der SED-Kreisleitung, plötzlich verschwanden. Die neue, demokratische Verwaltung der Stadt zog in das Gebäude mit dem großen Saal ein. Auf dem Chefsessel nahm damals mit Georg Lüdtke der erste Nach-Wende-Bürgermeister Platz.

Am Freitag packten die Mitarbeiter für den Umzug in den neuen Verwaltungskomplex in der Schlossstraße unzählige Kisten und Schachteln. Auf den Gängen konnten die Mitarbeiter kaum noch treten, überall standen Kartons, während sich die Regale in den Büros zunehmend leerten. Das Gebäude wird bis Ende Januar vollständig geräumt. Am Montag und Mittwoch fahren die Umzugswagen vor, um die insgesamt etwa 1800 Kartons mit Akten, Belegen und Büromaterialien abzutransportieren. „Damit ist die Wendezeit in der Stadt endgültig beendet“, sagte Fachbereichsleiter Rene Klaus nachdenklich. Er selbst war fast von Beginn an dabei. Im November 1990 nahm er in diesem Haus als Mitarbeiter für Sport seine Arbeit auf. Dieses Haus sei so typisch für die Wendezeit gewesen. Nie und nimmer als öffentliches Haus gebaut, wurde ausgerechnet hier Neuland betreten. Nach der Abkehr vom Zentralismus hätten Bürger und Verwaltung hier über viele Jahre gemeinsam gelernt, das Geschehen in der Stadt in die eigenen Hände zu nehmen. Dabei erinnerte sich Klaus beim Kistenpacken auch an viele ehemalige, tatkräftige Kollegen, von denen einige leider schon verstorben sind. Da fielen Namen wie die der einstigen Kulturstadträtin Loni Schulze oder des Pressemannes Gottfried Grohmann. Immer vor Ideen sprühten aber auch Hans-Jürgen Popig, Wieland Klingler oder Irene Bläß.

„Der Auszug ist überfällig“, sagte Mitarbeiterin Karin Thiel. Das Haus mit dem Charme der 70er Jahre und dem PVC-Belag auf den Fluren sei marode und müsse Neuem weichen. Beim Schließen der Fenster habe sie in jüngster Zeit stets Angst gehabt, dass sie ihr gleich entgegenfallen. Auch die Sanitäranlagen seien scheußlich. Das Grundstück wurde bereits ausgeschrieben und ein neuer Investor scheint mit der Handelskette Rossmann auch schon gefunden. Vorausgesetzt, die Stadtverordneten stimmen seinem Konzept am 14. Dezember zu.

Ab Januar gehört die Aufsplittung der Verwaltung in Königs Wusterhausen endgültig der Vergangenheit an. Seit dem Erhalt des Stadtrechtes 1935 ist sie dann in der Schlossstraße im Interesse der Bürger erstmals an einem einzigen Standort konzentriert.

Von Franziska Mohr

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