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Dahme-Spreewald Altes Rathaus könnte Studentenwohnheim werden
Lokales Dahme-Spreewald Altes Rathaus könnte Studentenwohnheim werden
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21:47 13.09.2016
Das Gebäude an der Otto-Krien-Straße 26 beherbergte einst das Rathaus von Schulzendorf. Quelle: Gerlinde Irmscher
Schulzendorf

Das Zerren um das alte Rathaus in Schulzendorf scheint zu Ende zu gehen. Ein Interessent hat sich mit einer Mieteranfrage an den Schulzendorfer Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) gewandt. Er möchte in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude ein Studentenwohnheim einrichten. Die Diskussion um die Verwendung des alten Rathauses wäre damit vorerst vom Tisch.

Hintergrund

Das alte Rathaus galt als Flüchtlingsunterkunft im Mai 2015 als ungeeignet. 150 Menschen wären schlicht zu viel.

Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) schlug einen Neubau vor. Dieser sollte dem Landkreis zur Anmietung überlassen werden. Zur Umsetzung kam es jedoch nicht.

Ebenso der Vorschlag des Gemeinderats, die Errichtung eines Containerheims, kam nicht zustande.

Ein Runder Tisch empfahl den Verkauf des alten Rathauses zu vermeiden.

Das alte Rathaus könnte nun in eine Wohnungsgesellschaft fließen.

Alles begann mit der Suche nach einer geeigneten Unterkunft für Flüchtlinge. Zur Sprache kam das ehemalige Rathaus, ohne Erfolg. Die Gemeinde Schulzendorf wollte die Immobilie lieber an einen Investor verkaufen, der für das Gebäude eine Gemeinschaftsunterkunft vorsah. Das Projekt erwies sich jedoch als zu unwirtschaftlich. Ein Neubau, die Errichtung eines Containerheims: alles ungenügend.

Letztlich wurde ein Runder Tisch zur Lösungsfindung eingesetzt. Das Gremium empfahl den Verkauf des alten Rathauses zu vermeiden.

Eine Anmietung wie von Interessenten vorgeschlagen, wäre demnach eine annehmbare Lösung für beide Parteien. Bürgermeister Mücke reichte das formlose Angebot zur Beratung an die Gemeindevertreter weiter.

Anmietung schwer vorstellbar

In seinen Augen ist die geplante Anmietung jedoch „schwer vorstellbar“. Die Kosten, die durch den Umbau entstehen, werden wohl kaum durch die Vermietung amortisiert. Darüber hinaus haben die Gemeindevertreter andere Pläne. In ihrer letzten Sitzung sprachen die Mitglieder des Hauptausschusses über die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft in Schulzendorf, Anteilseigener ist zu 100 Prozent die Gemeinde Schulzendorf. Deshalb, so Joachim Kolberg (CDU), stellvertretender Vorsitzende der Gemeindevertretung, werden keine gemeindeeigenen Grundstücke verkauft, die mit in die Gesellschaft fließen könnten. Die Auflösung dann bestehender Mietverträge wäre später schwierig, so Kolberg. Studentenwohnungen schließt er trotzdem nicht aus. Beim Bau sozialverträglicher Wohnungen durch die mögliche Wohnungsbaugesellschaft, könnten auch Wildauer Studierende Einzug erhalten. „Wir denken hier langfristig“, bekräftigte Kolberg die Position der Gemeindevertretung. „Ein Studentenwohnheim ist illusorisch“, zerschlägt Joachim Kolberg letztlich die Idee des Interessenten.

Bürgermeister Mücke muss nun die Gründung der Wohnungsbaugesellschaft prüfen. Nach der Gründung könnte das alte Rathaus in die Gesellschaft einfließen. Ob die Diskussion dann verstummt, bleibt fraglich.

Von Lisa Neumann

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