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Ampelstreit geht weiter

Gemeinde Prieros bestellt Ampel, Amt stellt sich quer Ampelstreit geht weiter

Eine mögliche Ampel an der Bundesstraße 246 in Prieros sorgte schon lange für Diskussion. Nun ist eine neue Runde eröffnet worden. Die Ampel soll kommen. Die Gemeinde hat einen Antrag gestellt, beim Straßenverkehrsamt stellt man sich quer.

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Prieros. Die Diskussionen um das Errichten einer Ampel beziehungsweise eines Fußgänger-Überweges über die Bundesstraße 246 in Prieros gehen in eine neue Runde. Nachdem Eltern im Interesse eines sicheren Schulwegs ihrer Kinder diesbezüglich bereits im September in der Bürgerfragestunde des Kreistages vorstellig wurden, reichte jetzt auch die Fraktion SPD/CDU/Bürger für Bürger in der Gemeindevertretung Heidesee einen entsprechenden Antrag ein. „Wir fordern, dass die Verwaltung jetzt einen offiziellen Antrag beim Straßenverkehrsamt des Kreises oder beim Landesbetrieb Straßenwesen stellt“, sagte der Prieroser Ortsvorsteher Kersten Haase. Aufgrund der Sperrung der Kummersdorfer Brücke sowie bei Unfällen auf der Bundesautobahn 12 habe der Verkehr in Prieros derart zugenommen, dass die Sicherheit der Kinder nicht mehr gewährleistet sei. Es müsse endlich etwas geschehen.

Heidesee-Bürgermeister Siegbert Nimtz warnte vor „übertriebenen Hoffnungen“. Angesichts von täglich etwa 2000 Fahrzeugen habe Prieros wenig Aussicht auf Erfolg. In Friedersdorf würden im gleichen Zeitraum fast 5000 Fahrzeuge gezählt. Nimtz äußerte auch die Befürchtung, dass der Landesbetrieb sagt, dass die Gemeinde Heidesee selbstverständlich eine Ampel errichten lassen könne, die sie aber selbst bezahlen müsse. Der Bürgermeister verwies auf den Schulbus, der aber nach einem für ihn unverständlichen Beschluss des Kreistages keine Kinder mehr mitnehmen darf, die weniger als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen. Dennoch sicherte Nimtz den Abgeordneten zu, dass die Gemeinde den Aufbau einer Signalanlage im Landesbetrieb Straßenwesen beantragen wird. Der Antrag wurde am Dienstag abgeschickt.

Der Leiter des Straßenverkehrsamts, Manfred Hartfelder, argumentiert, dass bereits der damalige Landrat Martin Wille 2003 aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens den Bau einer Ampel in Prieros ablehnte. „Trotz all der Argumente der Eltern bezüglich einer vermeintlichen Maut-Umfahrung hat sich daran nichts geändert“, sagt Hartfelder. Er sei viermal vor Ort gewesen – jüngst im September. Dabei habe er täglich nur 1800 Fahrzeuge registriert, bei einem Lkw-Anteil zwischen 1,8 Prozent und 4,2 Prozent. Im Gegenteil. Die Anzahl der Fahrzeuge habe sich gegenüber 2005 und 2012, als noch 2900 und 2500 Fahrzeuge gezählt wurden, sogar verringert. Eine Tendenz, die Hartfelder zufolge offenbar aufgrund der hohen Benzinpreise im gesamten Landkreis zu verzeichnen sei. Hartfelder sieht daher in Prieros keine Notwendigkeit für den Bau einer Ampel.

Bodo Schulz, Sachgebietsleiter Verkehrstechnik im Landesbetrieb Straßenwesen waren die Diskussionen um eine Signalanlage in Prieros bis zum MAZ-Anruf am Dienstag überhaupt nicht bekannt. Er betont: „Wir sind nur der Bauherr, ansonsten muss darüber die Straßenverkehrsbehörde des Kreises in Absprache mit der Polizei entscheiden.“

Von Franziska Mohr

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