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Dahme-Spreewald Anfrage bringt Stadt-Chefin in die Bredouille
Lokales Dahme-Spreewald Anfrage bringt Stadt-Chefin in die Bredouille
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21:25 12.05.2016
Hedda Dommisch bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in Mittenwalde. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Erfahren, bürgernah, ehrlich: Mit diesen Attributen wirbt Mittenwaldes langjährige Kämmerin und stellvertretende Bürgermeisterin Hedda Dommisch (parteilos) auf ihren Wahlplakaten für sich selbst. Mit der Anfrage einer Galluner Bürgerin bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung wurden diese Attribute jedoch in Frage gestellt. Denn Anja Gruner wies auf Widersprüche bei Angaben der Einzelkandidatin für die Bürgermeisterwahl am 19. Juni hin.

Was war passiert? Bei der Abwahl von Uwe Pfeiffer Anfang Februar fiel im Ragower Sporthaus – einem der Wahllokale – die Heizung aus. Eine Notreparatur wurde ausgeführt und zwar von der Firma Dommisch. Anja Gruner hatte nun gehört, dass es dabei nicht nur um eine Reparatur, sondern um die Installation einer neuen Heizung gegangen sei und fragte bei der Stadtverordnetensitzung am 14. März nach. Denn sie sah einen Interessenkonflikt darin, dass das Rathaus eine Firma beauftragt, die der Kämmerin gehört.

Dommisch bestätigt Notreparatur

Hedda Dommisch, so kann man im Protokoll jener Sitzung nachlesen, bestätigt die Notreparatur. Ein Auftrag für eine neue Heizungsanlage sei jedoch nicht erteilt worden. Weiter heißt es: „Sie macht darauf aufmerksam, dass sie nicht die Firma Dommisch ist.“ Allerdings hat Anja Gruner inzwischen herausgefunden, dass die Kämmerin und stellvertretende Bürgermeisterin zumindest zum Teil sehr wohl die Firma Dommisch ist. Sie ist nämlich Gesellschafterin und besitzt Anteile von 10 000 Euro. Das sind knapp 50 Prozent. Der Rest der Firma Dommisch gehört ihrem Sohn Patrick.

„Es soll nicht wie in der Ära Pfeiffer in Mittenwalde weitergehen“, sagt Anja Gruner auf MAZ-Anfrage. Deshalb sei sie den Gerüchten in der Stadt nachgegangen und habe in der Sitzung der Stadtverordneten nachgefragt. „Frau Dommisch, Sie haben gelogen“, stellte sie nun in der Einwohnerfragestunde im Mai fest.

Dommisch: „Habe meine Nebentätigkeit gemeldet“

Hedda Dommisch sieht das jedoch anders. Sie könne keinen Interessenkonflikt zwischen ihren Aufgaben als stellvertretende Bürgermeisterin/Kämmerin und der Vergabe von Aufträgen an die Firma Dommisch erkennen. „Ich habe meine Nebentätigkeit gemeldet. Das Rechtsamt hat mir bestätigt, dass alles in Ordnung ist“, sagte sie.

Die Firma Dommisch sei, so Hedda Dommisch, eine Mittenwalder Firma wie jede andere und könne sich wie alle anderen auch an den Submissionen beteiligen. Auf diese Weise sei diese auch dauerhaft mit der Wartung der Heizung im Sporthaus Ragow beauftragt worden. An dem Wahltag habe sie selbst im Rathaus Bereitschaft gehabt, so Dommisch, und bei der Nachricht vom Ausfall der Heizung die zuständige Wartungs-Firma zu Hilfe gerufen.

Treffen der Fraktionschefs mit der amtierenden Bürgermeisterin

Maja Buße (CDU) geht davon aus, dass gar nicht Hedda Dommisch, sondern der Sportverein die Firma beauftragt habe, die Reparatur auszuführen. Dennoch hat sie eine Anfrage an das Brandenburger Innenministerium gerichtet. Sie will wissen, ob sich die Jobs im Amt und als Gesellschafterin der Firma in die Quere kommen.

Um die Sache zu klären, trafen sich Donnerstagabend die Vorsitzenden aller Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung mit der stellvertretenden Bürgermeisterin und Kämmerin Hedda Dommisch.

Von Andrea Müller

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