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Angepflanzt und vergessen

Kompensationsmaßnahmen BER Angepflanzt und vergessen

Hinter dem Brusendorfer Ortsteil Boddinsfelde wurden 50 Apfelbäume gepflanzt – und anschließend vergessen. Fast alle sind tot. Wer dafür verantwortlich ist, bleibt offen. Fakt ist, sie wurden als Kompensationsmaßnahme für die Errichtung des BER in die Erde gesetzt. Und dies nicht nur einmal, sondern zweimal, weil die Bäume schon beim ersten Mal eingingen.

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50 Apfelbäume stehen an diesem Weg bei Boddinsfelde. Fast alle starben nach der Anpflanzung.

Quelle: Andrea Müller

Boddinsfelde. Als Ausgleich für die Errichtung des Flughafens BER in Schönefeld werden an vielen Orten in der Region Bäume gepflanzt. So auch in Boddinsfelde. Dort stehen an einem Weg 50 Apfelbäume. Fast alle sind tot.

Die Trasse wird vor allem für landwirtschaftliche Fahrzeuge genutzt. Ringsherum liegen zahlreiche Felder. Auch die Reiter des nahen Reitguts Boddinsfelde kommen bei ihren Ausritten häufig vorbei. Ihnen war aufgefallen, dass die Bäume nicht angewachsen sind. Der Grund: Keiner hat sich nach der Pflanzung um die etwa zwei Meter großen Gewächse gekümmert. Die sind in den ersten Tagen besonders empfindlich und können Trockenheit nicht vertragen. Regelmäßiges Gießen ist unbedingt notwendig.

Kommunale Bäume werden gegossen

Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) hält das für selbstverständlich: „Bei unseren kommunalen Bäumen machen wir das auch“, sagte sie. Doch hier sei die Stadt nicht zuständig.

Deswegen erkundigte sich die MAZ beim BADC, der viele Maßnahmen als Kompensation für den BER koordiniert. Antje Gierschick aber verweist weiter an die Abteilung Umweltplanung des BER. Karsten Holtmann sagt der besagte Weg mit den Bäumen nichts, er will wissen, wo genau sich dieser befindet. Doch da der Feldweg keine Bezeichnung trägt, gestaltet sich die Recherche offenbar schwierig. Erneute Nachfragen und eine weitere Beschreibung bringen keine Ergebnisse.

Wer trägt die Verantwortung?

Auf dem nahen Reitgut weiß man gar, dass die Anpflanzung hier schon zum zweiten Mal vorgenommen worden war. Katrin Labrenz erinnert sich, dass schon die erste Riege nach der Pflanzung vor Jahren eingegangen war und schließlich eine Ersatzpflanzung vorgenommen worden war. Unklar ist jedoch nach wie vor, wer die Verantwortung dafür trägt.

Von Andrea Müller

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