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Anglerverein feiert sein 101-jähriges Bestehen

Wildau Anglerverein feiert sein 101-jähriges Bestehen

Der Anglerverein Wildau 1916 hat am Wochenende sein 101-jähriges Bestehen gefeiert. Am Vereinshaus an der Dahme trafen sich die Angler zu ihrem traditionellen Stiftungsfest.

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Am frühen Samstagabend waren die Tische am Vereinshaus an der Dahme schon gut besetzt. Später wurde es noch richtig voll.

Quelle: Heidrun Voigt

Wildau. Grund zum Feiern hatte am Sonnabend der Anglerverein Wildau 1916. Stolze 101 Jahre sind seit seiner Gründung vergangen. Mit einem traditionellen Stiftungsfest begingen die Sportsfreunde und ihre Gäste am Vereinshaus an der Dahme fröhlich den Geburtstag.

Beste Stimmung auf dem Fest

„Durch den vielen Regen und die Bauarbeiten ist es nicht ganz so gemütlich, aber wir haben alles so auf dem Gelände hergerichtet, dass es ein schöner Abend wird“, sagte Vereinsvorsitzender Thomas Wilde. Er sollte recht behalten. Je später der Abend, umso mehr füllte sich das Vereinsgelände und die Tanzfläche. Die Männer am Grill und die Frauen an der Getränkequelle hatten alle Hände voll zu tun. Die Stimmung war bestens.

„Wir freuen uns auf den Anbau an unser Vereinsheim. Die letzten zwei Augustwochen werden die Türen und Fenster eingesetzt. Dann folgt der Innenausbau. Zu Weihnachten werden wir den Baum dort drinnen schmücken“, sagte Wilde. Er erzählte, dass die Fusion mit der DAV-Betriebsgruppe Wildau 1965, die ihr Vereinshaus und ihr Gelände aufgeben mussten, am 1. Januar 2015 erfolgte. Als Ausgleich wird das alte Vereinshaus für die 150 Mitglieder erweitert. „Die Stadt unterstützt den Bau mit 180 000 Euro, aber wir erbringen selbstverständlich auch Eigenleistungen“, so Wilde. Ein Raum mit einer verglasten Front zum Wasser und eine behindertengerechte Toilette sind schon im Rohbau vorhanden. Weiter hinten auf dem Gelände entstehen ein Motorenhaus und Bootsschuppen.

Leidenschaft Angeln

„Bald ist unsere Fusion bloß noch ein Stück Geschichte“, sagte Wilde weiter. Die beiden Vereine seien gut zusammengewachsen. Das sieht auch Bruno Kny so, der ursprünglich zur Betriebsgruppe Wildau gehörte. „Ich habe schon zwei Jahre vor dem eigentlichen Zusammengang gewechselt, gehörte also nicht zu den Hardlinern“, so der 77-Jährige. Er war einer der Gründungsmitglieder der Betriebssportgemeinschaft und freut sich, dass Traditionen wie das Rentnerangeln in den Anglerverein Wildau übernommen wurden. Kny erzählte, dass Angeln seine Leidenschaft ist, aber die „wilden Jahre“ der Vergangenheit angehörten. „Wenn man kurz vor 80 ist, setzt man sich nicht mehr nächtelang hin und verkühlt sich den Rücken.“ Das überlässt er einem seiner Söhne und dessen Sohn, die ebenfalls beide im Verein aktiv sind.

Nachwuchs ist wichtig

Unter den 150 Mitglieder der Anglerfreunde sind 25 Kinder und Jugendliche, die von Jugendwart Jens Nicko betreut werden. Den Sportsfreunden ist der Nachwuchs sehr wichtig. „Die Kinder lernen hier nicht nur wie man angelt, sondern schnuppern ins Vereinsleben und erfahren etwas über den Naturschutz“, sagte Thomas Wilde. Die Angler leisten neben dem „Fischen des Mittagsessens“ einen wichtigen Beitrag zum ausgewogenen, gesunden Fischbestand mit ihrem Hegeauftrag. Der Vereinschef erläuterte, dass Hegefischen eine Maßnahme gegen das Verbutten oder Verkommen von Gewässern ist. Dabei legen die Angler besonderes Augenmerk auf das regelmäßige Entnehmen der Weißfische, die nicht vom Fischer bewirtschaftet werden.

Günter Bruns ist seit 1971 Mitglied im Wildauer Anglerverein. „Der Turniersport war meine Welt“, sagte der 81-Jährige. Er hat im Casting-Sport, dem Weit- und Zielwurf mit an der Angelschnur befestigten Ködern, 35 Jahre Jugendliche trainiert – darunter zwei Mitglieder der DDR-Nationalmannschaft. Von denen schaffte es einer in der Einzelwertung zum Vizeweltmeister und die andere, seine Tochter Liane, zum Deutscher Meister 1992. Liane Engwer angelt noch heute gern. „Es ist für mich ein Ausgleich von der Arbeit, bedeutet Ruhe und Natur genießen – außerdem esse ich gern Fisch.“

Von Heidrun Voigt

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