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Anradeln an der Dahme

Tourismusverband läutet Fahrradsaison ein Anradeln an der Dahme

Erstmals in der Geschichte des Tourismusverbandes Dahme-Seen führte die Route des traditionellen Anradeln aus dem Land Brandenburg hinaus. Man hatte sich zum Ziel gesetzt, den Dahme-Radweg bis nach Berlin zu testen – und das gelang auch. Unterwegs traf man sogar auf Gleichgesinnte. Und eine ältere Dame stahl allen die Show.

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Der erste Teil der Tour führte die Anradler von Königs Wusterhausen nach Niederlehme.

Quelle: Heidrun Voigt

Königs Wusterhausen. Der Winterschlaf ist vorbei. Die Sonne lockt frühlingsfit. Rauf aufs Rad und ran an die Dahme, hieß es für 55 Radler am Sonnabend. Der Tourismusverband Dahme-Seen hatte zu seinem traditionellen Anradeln eingeladen.

„Zum ersten Mal radeln wir grenzüberschreitend – auf dem Dahme-Radweg, der durch Brandenburg und Berlin führt“, sagte Juliane Frank vom Tourismusverband. Sie betonte, dass der sieben Jahre alte Radweg zwar keinen runden Geburtstag habe, dass aber in diesem Jahr endlich die Beschilderung auf dem Berliner Abschnitt komplettiert wurde. Nun können sich Radsportler von der Quelle bis zur Mündung der Dahme gut orientieren.

Um 10 Uhr ging es am Königs Wusterhausener Bahnhof los, es wurde kräftig in die Pedalen Richtung Niederlehme getreten. Auf der Dorfaue dort wartete Michael Böhm vom Ortsbeirat und erzählte etwas zur Geschichte des Dorfes, zeigte den ehemaligen Kirchhof und das historische Spritzenhaus.

Bunt gemischtes Fahrerfeld

Das Fahrerfeld war bunt gemischt. Mario und Tanja Feige waren mit Sohn Vincenzo extra aus Teltow angereist. Der elfjährige Vincenzo war der jüngste Tourteilnehmer. Die Älteste war mit 89 Jahren Edeltraud Amlang. „Ich mache alles mit dem Fahrrad, Einkaufen, zum Sport, und heute fahre ich bis zum Schluss mit“, erzählte sie. Seit drei Jahren habe sie ein Elektrofahrrad – auf Drängen ihrer Familie, wie sie betont.

Ganz aus eigener Kraft strampelte Klaus Sonnenberg. Dem 80-jährigen Schulzendorfer ging es aber nicht flott genug. „Elf Stundenkilometer sind zu langsam, man kommt gar nicht auf Temperatur“, beschwerte er sich.

Kurz hinter der Stadtgrenze zu Berlin kehrten die Tourteilnehmer in die Gaststätte „Baum & Ast“ ein. Im Biergarten stärkten sie sich mit Bratwurst und Zucchini vom Grill, Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen und warteten auf eine andere Gruppe, die sich zeitgleich mit den Dahmeländern auf den Weg gemacht hatte, nur in der entgegengesetzten Richtung. Sie hatte ihre Tour an der Dahme-Mündung am Schloss Köpenick begonnen. Als sie eintraf, staunten die Brandenburger aber nicht schlecht. Es kamen nur fünf Berliner – einschließlich Tourguide Axel von Blomberg. Der konnte aber immerhin etwas erzählen. Er kennt den Dahme-Radweg bestens und hat sogar schon einen Radführer über diesen veröffentlicht.

Die Älteste überholte alle

Gemeinsam fuhren alle dann Richtung Schmöckwitz. Über Karolinenhof ging es anschließend an den Dahme-Seen entlang auf ein Eis bei „Hanff’s Ruh“ in Grünau. Ursprünglich war die Tour bis zum S-Bahnhof Grünau geplant, aber wegen des Schienenersatzverkehrs führten die Tourismusverband-Mitarbeiter die Radler über Bohnsdorf, Schulzendorf, Wildau zurück nach Königs Wusterhausen. „Auf dem Rückweg kamen wir ins Staunen. Die 89-jährige Dame überholte uns alle in Wildau und fuhr vorneweg“, freute sich Juliane Frank.

Von Heidrun Voigt

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