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Anwohner gehen vor

Schulzendorf Anwohner gehen vor

Ein Beschluss zur Erneuerung der Schulzendorfer August-Bebel-Straße samt Brücke lässt weiter auf sich warten. Die Anlieger sollen zuerst auf einer Anwohnerversammlung informiert werden. Erst dann soll eine Entscheidung fallen. CDU und Linke sind aber optimistisch, dass beide Maßnahmen realisiert werden.

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Die Schulzendorfer Verwaltung will desolate August-Bebel-Straße samt Brücke erneuern.

Quelle: Oliver Becker

Schulzendorf. Der Beschluss zur Erneuerung der August-Bebel-Straße und dortigen Brücke in Schulzendorf lässt auf sich warten. Nachdem Planungen der Baumaßnahme bereits seit 2014 auf mehreren Sitzungen des Ortsentwicklungsausschusses vorgestellt, diskutiert und Finanzmittel für den Haushalt 2017 gestrichen wurden, sollen nach dem Willen der Ausschussmitglieder nun zunächst die Anlieger im Rahmen einer Anwohnerversammlung über die Maßnahme informiert werden. Erst dann ist eine Entscheidung in Sicht. CDU und Linke sind aber optimistisch, dass beide Maßnahmen beschlossen werden.

Eine Entscheidung war zuletzt Ende 2016 vertagt worden, da auf Seite der Fraktionen noch Aufklärungsbedarf bestand, welcher Abschnitt von den Anliegern mitzutragen ist und wie hoch ihre anteiligen Kosten sind. Ausschlaggebend war ursprünglich die geplante Erneuerung der Brücke. Bei einer Prüfung hatten Sachverständige eingeschätzt, dass diese baufällig ist und modernisiert werden muss. Schließlich sollte im dem Zuge auch die Fahrbahn erneuert werden. „Denn diese ist in einem desolaten Zustand“, sagte Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) der MAZ. Zudem plant das Rathaus die Modernisierung von Gehweg, Straßenbeleuchtung und Grundstückszufahrten der Anlieger. Die Parkflächen vor dem Sportplatz sollen befestigt werden.

Anwohner müssten insgesamt rund 105 000 Euro zahlen

„Die anteiligen Kosten haben wir jetzt geprüft. Umzulegen sind je nach Grundstücksgröße 50 Prozent der Kosten für Fahrbahn, Gehweg und Beleuchtung von der Brücke bis zur Paarmannstraße“, sagte Mücke. Bei Baukosten des Streckenabschnitts von 210 000 Euro hätten die Anwohner insgesamt rund 105 000 Euro aus eigener Tasche zu zahlen. Die andere Hälfte plus zusätzliche Kosten von knapp 110 000 Euro für Straße, Beleuchtung und Parkplatz in einem weiteren Abschnitt, von der Brücke in Richtung Sportplatz und Ernst-Thälmann-Straße würde die Gemeinde zahlen. Hier gibt es keine anliegenden Privatgrundstücke. 334 000 Euro sind als Gesamtkosten veranschlagt. Hinzu kommen die Baukosten für die Brücke von rund 430 000 Euro.

„Die Kosten für die Brücke werden nicht umgelegt“, sagte Mücke, auch wenn der Fahrbahnbelag auf der Überführung zur Hälfte von den Anwohnern mitfinanziert würde. Ein Termin für die Anwohnerversammlung steht noch nicht fest. Erst 2018 soll mit der Baumaßnahme begonnen werden, vorausgesetzt, man einigt sich auf einen Beschluss. „Sollte die Modernisierung der Straße und die komplette Erneuerung der Brücke nicht kommen, muss darüber nachgedacht werden, die Brücke für den Verkehr halbseitig oder ganz zu sperren“, so der Bürgermeister.

Anwohner sollen sich umfassend informieren können

„Wir hatten anfangs den Verdacht, dass wegen der Abschnittsbildung einige Anwohner ungerecht belastet werden. Das konnte nun ausgeräumt werden“, sagte Joachim Kolberg (CDU). Man wolle den Anwohnern jetzt die Möglichkeit geben, sich umfassend informiert zu können. „Der Brückenbau ist lange gewollt. Das einzige Problem war die Art der Kostenumlegung“, sagte Herbert Burmeister (Linke). Wichtig sei, dass bestimmte Kosten etwa für den Parkplatz von den Anwohnern jenseits der Brücke nicht gezahlt werden müsste. „Das sind Fragen, zu denen die Verwaltung seit Monaten Informationen vorlegen wollte, das aber nicht getan hat.“ Daher die Verzögerung.

Von Oliver Becker

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