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Dahme-Spreewald Anwohner wollen endlich einsteigen
Lokales Dahme-Spreewald Anwohner wollen endlich einsteigen
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19:00 01.05.2013
Täglich sind S-Bahn-Züge am neuen Bahnhof Waßmannsdorf zu sehen – doch keiner von ihnen hält. Alle fahren durch, um den unterirdischen Terminal-Bahnhof zu belüften. Quelle: KB
WAßMANNSDORF

Aber das tun sie leider nicht.“

Einen Haltepunkt, an dem ein- und ausgestiegen werden könnte, gibt es längst. Er hat zwei Bahnsteige, zwei Aufzüge, dazu noch Fahrkarten-Automaten und Richtungsanzeiger. Doch keine der rot-gelben Bahnen öffnet hier ihre Türen, alle fahren durch. Denn der einzige Zweck des Zugverkehrs ist, den Flughafen-Bahnhof zu belüften, solange der wegen des Bau-Debakels am Airport nicht in Betrieb ist. So sind täglich etwa ein Dutzend S-Bahn-Züge vom alten Schönefelder Bahnhof via Waßmannsdorf zum Terminal unterwegs. Die Waßmannsdorfer sehen sie durch die Landschaft rauschen und haben doch nichts davon.

Damit will sich die Kommune nicht länger zufrieden geben. „Das ist doch Wahnsinn pur“, kommentiert Bürgermeister Udo Haase die Situation. Seine Gemeinde hat den Bahnhofsbau schließlich bezahlt. Nicht nur das. Sie sorgte auch für Straßen, Gehwege und Parkplätze, für Haltestellen und eine Bus-Wendeschleife. Alles in allem hat sie dafür mehr als sieben Millionen Euro ausgegeben.

„In einem Gespräch mit Flughafen-Chef Mehdorn möchte ich die Möglichkeiten für eine Lösung ausloten“, kündigt der Rathauschef an. Sein Kalkül: Sollte das Konzept einer schrittweisen Inbetriebnahme des Flughafens umgesetzt werden, wäre die S-Bahn dafür sehr gut zu gebrauchen. „Hunderte Bauarbeiter hätten einen kurzen Weg, wenn sie im Terminal-Bahnhof ankommen könnten“, stellt Schönefelds Bürgermeister fest. Würde der wenigstens für einen S-Bahn-Regelbetrieb, und sei es nur für einen Zug pro Stunde, geöffnet, wäre endlich auch Waßmannsdorf am Netz.

Für die Bahn dürfte das technisch kein Problem sein. Ihren unter dem Abfertigungsgebäude gelegenen Tiefbahnhof hatte sie schon Ende 2010 fertiggestellt. Konzernvertreter Ingulf Leuschel wies erst kürzlich noch einmal darauf hin, dass ein öffentlicher Verkehr bis auf Weiteres trotzdem nicht möglich sei. Denn Reisende könnten durch ein baulich nicht abgenommenes Gebäude nicht nach oben ins Freie geführt werden. Damit liegt der Schwarze Peter wieder bei der Flughafengesellschaft, die mit einer Übergangslösung womöglich Abhilfe schaffen könnte. Sie lehnt eine Stellungnahme dazu bislang ab.

Für den Fall, dass seine Bemühungen nicht fruchten, hat Schönefelds Ortsoberhaupt einen Plan B. Dann will er die Messegesellschaft sowie den Luftfahrt-Bundesverband einspannen. „Bekanntlich findet die nächste Luftfahrtmesse ILA im Mai 2014 wieder in Selchow statt“, bemerkt er. „Für deren Besucher ist der S-Bahnhof Waßmannsdorf doch bestens geeignet.“

So sieht es auch die Industrie- und Handelskammer (IHK). Ihr Regionalausschuss Dahme-Spreewald forderte jetzt „die Nutzung des S-Bahnhofes Waßmannsdorf mit verbessertem Shuttle-Service zum Messegelände.“ Wobei damit nicht bis zum nächsten Jahr gewartet werden müsse. Denn allein für 2013, so die IHK, seien neun Messen und Events akquiriert worden.

In Schönefelds Gemeindeverwaltung hat sich schon ein geschäftstüchtiger Optimist gemeldet. In der Hoffnung auf ein Ende des Phantomverkehrs will er einen S-Bahn-Waggon als Imbissbude vor Waßmannsdorfs Bahnhofsgebäude aufstellen. Ortsbeirat und Bauausschuss befürworteten sein Vorhaben. „Wir tun doch alles, damit hier Leben einzieht“, betont Ortsvorstehr Michael Smolinski. (Von Klaus Bischoff)

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