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Arbeitslosenquote sinkt auf 4,6 Prozent

Königs Wusterhausen Arbeitslosenquote sinkt auf 4,6 Prozent

Im Geschäftsstellenbezirk Königs Wusterhausen waren im Mai 2850 Personen ohne Arbeit. Das entspricht einer Quote von 4,6 Prozent und ist im Vergleich zum Vormonat April erneut eine Steigerung.

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Raimund Becker (l.) lässt sich beim Rundgang durch die Bäckerei in Bestensee von Geschäftsführerin Anett Wahl erklären, was den Bäckerberuf ausmacht.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Bestensee. Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im April fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote liegt bundesweit bei 5,8 Prozent und ist somit auf dem niedrigsten Stand seit 1991. Auch im Geschäftsstellenbezirk Königs Wusterhausen der Agentur für Arbeit hat sich die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 162 Personen auf 2850 Menschen verringert. Das entspricht einer Quote von 4,6 Prozent. Das kann nur Luckau (4,3 Prozent) toppen. Im gesamten Landkreis Dahme-Spreewald liegt die Arbeitslosenquote bei 4,7 Prozent. Derzeit sind im Geschäftsstellenbezirk Königs Wusterhausen 1147 offene Stellen im Bestand.

Wie viele Unternehmen in der Region unternimmt auch die Bäckerei Wahl in Bestensee zahlreiche Aktivitäten, um Fachkräfte und Auszubildende zu gewinnen. Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU), Raimund Becker, Vorstand der Regionen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, und Boris Müller, Bereichsleiter des Geschäftsstellenverbundes Dahme-Spreewald der Agentur für Arbeit, nutzten jetzt einen Besuch in der Bäckerei, um sich über die Fachkräftegewinnung und Nachwuchskräftesicherung zu informieren.

Weniger Bewerber, mehr Ausbildungsplätze

Rund fünf Prozent weniger Bewerber und 13 Prozent mehr Ausbildungsplätze, diese Hürde gilt es zu nehmen. Laut Raimund Becker sind dabei drei wesentliche Punkte zu beachten: Die Unternehmen müssten sich früh mit der Situation auseinandersetzten, in die Schulen gehen, ihre Berufe vorstellen und Praktikastellen anbieten. Zudem sollten sie Jungen Menschen mit Handicap eine Chance geben. Es habe sich gezeigt, dass 70 bis 75 Prozent von ihnen nach einer Einstiegsqualifizierung bleiben und eine Ausbildung anfangen. Erfolg bei der Suche hätten erfahrungsgemäß Arbeitgeber, die sich engagieren.

Gerade im Bäckerberuf sei es schwierig, passende Fachkräfte für die Produktion und den Verkauf zu finden. „Als Arbeitgeber müssen wir uns schon richtig was einfallen lassen“, sagt Geschäftsführerin Anett Wahl. In ihrem Unternehmen sei die Ausbildung eine wichtige Basis, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. „Unsere Azubis erlernen das klassische Bäckerhandwerk mit den besten Chancen, danach als Fachkräfte bei uns einzusteigen“. Das Familienunternehmen zählt mit über 240 Mitarbeitern zu den größten Handwerksbetrieben in der Region. „Wir erwarten von unseren Beschäftigten Flexibilität, die für den Schichtbetrieb und den Verkauf nötig ist“, erklärt Wahl. Gerade diese sei ein Plus für die Beschäftigung von Müttern, für die oft eine den persönlichen Wünschen angepasste Beschäftigung gefunden werden könne.

Von Gerlinde Irmscher

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