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Dahme-Spreewald Architekt für Schulbau beauftragt
Lokales Dahme-Spreewald Architekt für Schulbau beauftragt
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00:17 21.04.2017
Rathaus Schönefeld beauftragt Architekten für Gymnasiumsbau. Quelle: Oliver Becker
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Schönefeld

Die Planung des Gymnasiumbaus in Schönefeld kommt voran. Gerade wurde ein Architekt mit der Entwurfsplanung beauftragt. Damit ist der Schulbau auf dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück nun auf den Weg gebracht. „Der Auftrag an den Architekten ist vergeben. Ihn hat Vilco Scholz bekommen. Er wird die ganze Entwurfsplanung machen“, sagte Schönefelds Bürgermeister Udo Haase (parteilos) der MAZ. Scholz hatte bereits die ehemalige Grundschule in Großziethen zum Hort umgebaut. Nach Abschluss der Planung übernehme laut Haase die Gemeinde selbst die Ausführungsplanung und den Bau.

Gymnasium soll 2018/2019 öffnen

Nach derzeitiger Planung soll das neue Gymnasium zum Schuljahr 2018/2019 in Betrieb gehen. Der Kreis will sich mindestens zwölf Jahre einmieten. Das neue dreizügig geplante Gymnasium soll im Dorfanger gegenüber dem Restaurant Albergo auf der anderen Seite der S-Bahnstation gebaut werden. Ursprünglich hatte der Kreis vor, dort einen Modulbau als Übergangslösung zu errichten und später daneben ein Gymnasium zu bauen.

Gymnasium nur für den Übergang

Obwohl der Kreis in Sachen Schulbau zuständig ist, kommt Schönefeld ihm entgegen, stellt das Grundstück bereit und übernimmt die Baukosten und anteilige Planungskosten in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Damit will die Gemeinde den Bau eines dringend im Nordkreis benötigten Gymnasiums beschleunigen. Andererseits will Schönefeld das Gebäude später selbst als Grund- oder Oberschule nutzen, wenn der Kreis es nicht mehr benötigt.

Der Kreis hingegen will später selbst ein größeres fünfzügiges Gymnasium errichten. Das kleinere Gymnasium in Schönefeld ist nur eine Übergangslösung für die kommenden Jahre. Hintergrund ist der steigende Bedarf an Schulplätzen bei einer stets wachsenden Bevölkerung.

Neue Oberschule wird bald benötigt

„Jetzt ist verabredet, dass der Vertrag zwölf Jahre läuft plus die Option auf zwei mal drei Jahre für den Landkreis“, sagte Haase. Danach könne der Kreis entscheiden, ob er aus dem Gebäude ausziehe oder man einige sich darauf, eine neue Oberschule zu bauen. „Denn wenn wir uns in Schönefeld umgucken und die ganzen Neubauten berücksichtigen, die hier überall entstehen, dann brauchen wir voraussichtlich bald eine neue Oberschule“, so der Bürgermeister.

Irritationen im Kreistag

Noch Ende März hatte es Irritationen im Kreistag gegeben und wäre der Neubau des Gymnasiums fast ins Stocken geraten. Kreistagsabgeordnete der SPD/Grünen-Fraktion kritisierten den mit Schönefeld monatelang ausgehandelten Vormietvertrag und schlugen vor, dass der Kreis das vorgesehene Grundstück von der Gemeinde kauft und selbst baut. „Einige Abgeordnete meinten, es sei nicht richtig, einen so langen Vertrag zu unterschreiben und wollten, dass der Kreis uns das Grundstück abkauft oder in Erbpacht nimmt“, sagte Haase.

Wenn das Grundstück für zwölf Jahre verpachtet würde, müsse der Landkreis aber eine Grunderwerbssteuer für den Kauf zahlen. Nach zwölf Jahren würde die Gemeinde das Grundstück dem Kreis wieder abkaufen und es fielen erneut Steuern an. „Die doppelten Grunderwerbssteuern kann man sich sparen“, sagte Haase, der die Diskussion im Kreistag kurzerhand beendete.

Von Oliver Becker

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