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Auch ein Rücken kann entzücken

Denkmaltag am 13. September Auch ein Rücken kann entzücken

Die Einzeigeruhr an der Patronatskirche in Schulzendorf ist eine Rarität. Weil in diesem Jahr zum Tag des offenen Denkmals am 13. September das Thema Handwerk im Mittelpunkt steht, wird es hier dieses Mal um diese Uhr und ihre Funktionsweise gehen. Ausnahmsweise dürfen die Leute an diesem Tag sogar mal über steile Treppen bis zum Uhrwerk hoch oben unterm Dach steigen.

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Das Uhrwerk der Einzeigerruhr der Schulzendorfer Patronatskirche. Sie ist eine Rarität in Brandenburg.

Quelle: Andrea Müller

Schulzendorf. Die Einzeigeruhr an der Patronatskirche in Schulzendorf ist eine Rarität. Von solchen Uhren gibt es nur sehr wenige in Brandenburg. Weil in diesem Jahr zum Tag des offenen Denkmals am 13. September das Thema Handwerk im Mittelpunkt steht, wird es an diesem Ort um die Uhr und ihr kompliziertes Uhrwerk gehen. Außerdem feiert die Einzeigeruhr in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Sie wird 300 Jahre alt.

„Wir haben erst jetzt herausgefunden, wann die Kirchengemeinde die Einzeigeruhr gekauft hat“, sagt Heidi Burmeister. Sie ist die Sprecherin des Vereins zur Wiederherstellung der Patronatskirche und des Dorfangers. Der Verein kümmert sich seit vielen Jahren um das ehemalige Gotteshaus, das in der Region inzwischen einen Namen als Kultur-Veranstaltungsort hat. 2006 baute man im Zuge der Sanierung des Gebäudes das historische Uhrwerk aus, um es zu konservieren. Das alte Ziffernblatt, das nicht mehr restauriert werden konnte, wurde abgenommen und später durch ein neues ersetzt. Das Original befindet sich heute im Eingangsbereich der Patronatskirche. Es wird hinter Glas aufbewahrt. Das alte Uhrwerk wurde zwei Jahre später – also im Jahr 2008 – wieder eingebaut. Ein weiteres Jahr danach wurde ein elektronisch gesteuertes Uhrwerk eingesetzt, so dass die Glocke seither tagsüber zu jeder vollen Stunde weit hörbar wieder läutet. „Lange Zeit wussten wir kaum etwas zur Geschichte unserer Uhr“, so die Sprecherin. Doch sei man über die Jahre immer bemüht gewesen, die Geheimnisse um die Einzeigeruhr zu lüften.

Unablässig habe man in Archiven gesucht, gelesen, geforscht. „Nun kennen wir ihre Geschichte“, meint Heidi Burmeister lachend. Nicht nur das Kaufdatum habe man finden können, sondern auch Informationen um die Schwierigkeiten, das nötige Geld für sie aufzutreiben. Wie immer in Schulzendorf habe es daran gemangelt. Auch von Reparaturen ist die Rede und von Stillstand. Die Vereins-Mitglieder wissen heute auch, welcher Handwerker das komplizierte Uhrwerk der Einzeigeruhr zusammengeschraubt hat. „Das wollen wir aber erst zum Tag des offenen Denkmals verraten“, gibt sich die Vereinssprecherin geheimnisvoll.

Am 13. September werden Gäste der Patronatskirche in Schulzendorf zwischen 10 und 18 Uhr die Möglichkeit haben, sich das Uhrwerk ganz aus der Nähe ansehen zu können. Allerdings ist der Weg zu ihr nicht ganz einfach, denn man muss über Stiegen und Leitern bis unters Dach klettern. Noch über der Glocke steht hier das Uhrwerk hinter dem Zifferblatt, das man von unten an der Stirn des ehemaligen Gotteshauses sehen kann. Es ist gut einen halben Meter hoch und etwa einen Meter lang und steht auf einer Holzkonstruktion. Ganz nebenbei geht es am Denkmaltag noch um ein weiteres Rätsel. Denn in der Patronatskirche gibt es eine Glocke, aber drei Klöppel. Warum das so ist, soll ebenfalls am 13. September verraten werden.

Wem es aber zu anstrengend ist, der Kirche unters Dach zu steigen, der kann sich auf Informationstafeln ganz bequem im Kirchenraum informieren. Der Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche und des Dorfangers ist in diesen Tagen dabei, sie vorzubereiten. Kommen werden zum Denkmaltag auch Restauratoren, die gern Fragen zu ihrer Arbeit beantworten. Sie werden schon bald die Nordwestwand der Kirche wieder schön machen. 17 000 Euro will der Verein dafür ausgeben.

Von Andrea Müller

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