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Dahme-Spreewald Auf Augenhöhe mit den Jugendlichen
Lokales Dahme-Spreewald Auf Augenhöhe mit den Jugendlichen
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04:35 19.10.2016
Anja Audorf ist in Mittenwalde die neue Jugendsozialarbeiterin. Sie betreut den Club in Mittenwalde und Einrichtungen in den Ortsteilen. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Bei der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung von Mittenwalde stellte sich die neue Jugendsozialarbeiterin Anja Audorf vor. „Wir haben große Erwartungen an sie“, sagte Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU). Der erste Kontakt zwischen den Jugendlichen und der Jugendsozialarbeiterin sei gut verlaufen und offensichtlich seien die jungen Leute von der jungen Frau recht angetan. Nun beginne aber die wirkliche Arbeit.

Anja Audorf kommt sehr motiviert nach Mittenwalde. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagte sie. Mit jungen Leuten zu arbeiten, sie für ein Vorhaben zu begeistern, sei eine Herausforderung und manchmal auch eine nicht ganz einfache Angelegenheit. Die Jugendlichen befinden sich selbst in einer komplizierten Phase des Lebens. Aus Kindern werden junge Erwachsene. Das hat mit Entwicklung zu tun, aber auch mit sich auflehnen, mit sich durchsetzen. Das verläuft nicht immer friedlich. Da müssen Eltern manchmal viel einstecken und aushalten können – Jugendsozialarbeiter aber auch. Und all dies passiert vor einem gesellschaftlich komplizierten Hintergrund. Grenzen verschwimmen, der Flüchtlingsstrom hat auch Deutschland erreicht.

In Mittenwalde selbst lebt ein gutes Dutzend jugendlicher Flüchtlinge aus Afghanistan. Mit all dem müssen Heranwachsende klarkommen in einer Zeit, in der sich selbst die Weichen für das eigene Leben stellen. Anja Audorf will dabei an der Seite der Jugendlichen sein. „Auf Augenhöhe“, sagt sie.

Offene und mobile Jugendarbeit in Mittenwalde

Anja Audorf ist auf dem Gebiet kein Neuling, auch wenn sie als Quereinsteigerin gilt. Die junge Frau ist 37 Jahre alt und hat an der Freien sowie Technischen Universität in Berlin Geschichte und Kunstgeschichte studiert. Nach dem Studium unterrichtete sie an einer Therapieeinrichtung selbst Geschichte und Kunst, bevor sie dann 2015 beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) mit der freien Jugendarbeit begann. Tätig war Anja Audorf zuletzt im Jugendzentrum in Zossen und im Jugendclub Wünsdorf. Dort hat sie gemeinsam mit anderen Jugendsozialarbeitern des DRK viele Veranstaltungen für die Jugend auf die Beine gestellt. „Ich habe nun auch hier schon viele Jugendliche kennengelernt“, sagte sie. Sie wird in Mittenwalde und in den Ortsteilen mit einem Jugendclub – insgesamt sind es fünf – offene und mobile Jugendarbeit leisten.

Dass sie erst einmal nur im Jugendclub Mittenwalde tätig ist, sei mit den anderen Ortsteilen so abgesprochen. Schritt für Schritt komme dann perspektivisch die Jugendarbeit in Schenkendorf, Gallun, Töpchin, Brusendorf und Ragow hinzu. „Alles auf einmal geht nun einmal nicht“, so Anja Audorf. Denn wichtig sei, dass man nicht nur auftauche und wieder verschwinde, sondern dann auch wirklich für die jungen Leute da ist. „Beziehungsarbeit ist wichtig, denn man muss Vertrauen aufbauen“, sagt die Jugendsozialarbeiterin. Das sei ein Prozess und vollziehe sich deshalb nicht von heute auf morgen.

Von Andrea Müller

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