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Dahme-Spreewald Auf Du und Du mit Buddha
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11:41 09.01.2014
Sherab Yarphel (r.) und Losang Wangino vermitteln die Grundlagen der buddhistischen Meditation. Quelle: Uta Schmidt
Königs Wusterhausen

Entspannung, Zufriedenheit und innere Ruhe. Wer wünscht sich das nicht nach einer hektischen Weihnachtszeit und dem traditionell lauten Jahreswechsel. Die Nonnen und Mönche der buddhistischen Klosterschule Ganden Tashi Choeling im westbrandenburgischen Päwesin haben ein Rezept für den Weg in eine glückliche Zukunft: Bei der Beschäftigung mit den buddhistischen Lehren und bei Meditationsabenden zeigen sie den „Stufenweg zur Erleuchtung“ auf. „Durch diese Meditation kann man innere Heilung und Frieden finden“, erklärt Sherab Yarphel. In dieser Woche leitete er einen Meditationsabend in Königs Wusterhausen.

Der junge Sherab Yarphel gab sein bürgerliches Leben in einem Handelsunternehmen in Erfurt auf und lebt seit zwei Jahren unter zehn Mönchen und 20 Nonnen. „Ich beschäftigte mich mit der buddhistischen Meditation und Religion bereits seit den 90er Jahren, gründete 1997 ein buddhistisches Informationszentrum und wollte danach ‚vollzeit' als Mönch wirken“. Im November 2012 trat er dem Orden bei. Seitdem trägt er den Namen Sherab Yarphel und eine rot-gelbe Mönchsrobe. Gemeinsam mit Ordensbrüdern und -schwestern lehrt er in 14 Orten in Berlin und Brandenburg die Grundlagen der Meditation und der Lehre Buddhas. Sie sollen zu mehr Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Optimismus führen.

Auf einem kleinen Altar mit gelbem Seidentuch liegen am Meditationsabend Minibuddha, Gebetsbuch und Lotosblume als Zeichen der Reinheit. „Die Altargegenstände bilden Körper, Geist und Rede Buddhas ab. Auch die Farben unserer Roben haben eine Bedeutung. Rot steht für Mitgefühl, Gelb für die Entwicklung von Weisheit“, erklärt der Mönch. An seiner Seite sorgt Nonne Losang Wangino für Entspannung von Körper und Geist. Positive Gespräche, Freundlichkeit und das Trinken von Tee gehören dazu.

Wer sich auf diesen Weg zur innerer Ruhe einlässt, dabei Körper und Geist trainieren möchte, erfährt viel über eine optimale Sitzhaltung, richtige Atemtechniken sowie neue Lebensansichten. Ziel sei nicht ein Dämmerschlaf beim Singsang von Gebeten, sondern die Schärfung der Gedanken, sagt der Mönch. „In der heutigen Zeit stürzen viele Dinge auf uns ein, bei der Konzentration auf die Atmung lernen wir, uns auf einen Gedanken zu konzentrieren. Die Gedanken sind wie Wolken, die sich immer wieder neu formieren“.

Thema der Meditationsübung in Königs Wusterhausen war der „Weg zu mehr Gleichmut“, auf dem die Unterschiede zwischen Freunden, Fremden und Feinden in den Hintergrund treten. Dies habe Auswirkungen auf das Zusammenleben mit anderen und führe zu mehr Lebensqualität. Mit der Erkenntnis, dass man durch die Qualität der Gedanken die Zukunft besser gestalten könne, starteten sieben Frauen und ein Mann ins asiatische „Jahr des Pferdes“.

Es verheißt gute Konstellationen, wie auch Andrea Illing erfuhr. „Bei diesen Meditationsabenden komme ich aus dem Alltagsstress raus und finde Balance“, beschrieb die Disponentin aus Königs Wusterhausen. Andreas Schmidt aus Bestensee beschäftigt sich hingegen seit mehreren Jahren intensiv mit dem Buddhismus: „Ich habe die Klosterschule in Päwesin besucht und Lama Gangchen aus Tibet erlebt. Die Atmosphäre dort ist faszinierend“.

Für die Vermittlung der buddhistischen Meditationen in Königs Wusterhausen sorgte Physiotherapeutin Maria Stockburger. Sie erfuhr bei Arbeitsferien vom Leben und der Arbeit der Mönche und Nonnen der Klosterschule und möchte noch mehr Menschen mit den Lehren des Buddhismus bekannt machen. „Mit diesen Meditationen kann man sein Leben sinnvoller und angenehmer gestalten. Es lohnt, diesen Weg einmal für sich auszuprobieren“, sagt sie.

Buddhistische Meditationen finden jeweils dienstags ab 19 Uhr in der Physiotherapiepraxis Medianus, Bahnhofstraße 20 in Königs Wusterhausen, statt.

Von Uta Schmidt

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