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Dahme-Spreewald Auf dem Friedhof wird es unruhig
Lokales Dahme-Spreewald Auf dem Friedhof wird es unruhig
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05:33 01.09.2017
Joachim Kolberg zeigt die Urnengrab-Anlage im Teil 2. Durch Umgestaltung, Beräumung und Einebnung soll in Teil 5 und Teil 6 neuer Platz geschaffen werden. Quelle: Andrea Müller
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Schulzendorf

Der Schulzendorfer Friedhof soll umgestaltet werden. Das ist das Ergebnis von Beratungen des Ortsentwicklungsausschusses mit der Gemeinde, den Friedhofsmitarbeitern, den Bestattern, Ortschronisten, Einwohnern und Planern. Damit sollen zum einen abgelaufene Gräber eingeebnet werden und zum anderen Platz geschaffen werden für künftige Urnen-Bestattungen.

Im Teil 6 und Teil 5 soll neuer Platz für künftige Bestattungen geschaffen werden. Quelle: Andrea Müller

Joachim Kolberg (CDU) ist der Chef des Schulzendorfer Ortsentwicklungsausschusses. Er hat die Pläne für den Friedhof im Kopf. Im vorderen Teil des Friedhofes befinden sich die alten Gräber. Auch Kolbergs Urgroßeltern liegen hier. Den meisten Gräbern ist das Alter anzusehen. Gras wuchert. Niemand scheint sich mehr darum zu kümmern. Doch es gibt andere Beispiele. Hier sind auch ganz prächtige Familiengräber reicher Schulzendorfer Bauernfamilien zu finden. Der Boden unter den Grabsteinen ist wie mit dem Lineal gezogen geharkt.

Unter den Birken könnten anonyme und halbanonyme Bestattungen vorgenommen werden. Quelle: Andrea Müller

Um diesen Teil des Friedhofes soll es aber bei der Umgestaltung nicht gehen. Kolberg weist auf den mit einem kleinen Schild ausgewiesenen Teil 2. Die Urnengräber sind im Halbkreis angeordnet. „Urnen-Beisetzungen sind heute die meist gewünschte Bestattungsform“, hat er recherchiert. Deswegen reiche der Platz auf dieser Anlage vorn und hinten nicht mehr aus. Aus diesem Grund soll die Abteilung 6 – sie liegt am Hauptweg ein Stück weiter hinten – beräumt und eingeebnet werden. „Umbettungen wird es aber nicht geben“, verspricht Kolberg. Der Friedhof biete genug andere Möglichkeiten. Drei sachkundige Bürgerinnen haben einen Vorschlag zur Auflockerung und Dezentralisierung eingereicht, der nun aufgegriffen und umgesetzt werden soll. Die ursprünglich angedachte Spiegelung der halbrunden Urnen-Anlage im Teil 3 verschiebt sich dadurch und auf der Fläche 5 entsteht eine ähnliche halbrunde Struktur. Sie soll für Urnen-Gräber und Reihengrabstätten zur Verfügung stehen. Für letztere sei die Nachfrage rückläufig. Mit den jetzigen Planungen, so der Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses, könne darauf reagiert werden. Der Platz könne auch vollständig für Urnen-Bestattungen genutzt werden.

Wunderschön beschnitten sind die Bäume gleich neben der kleinen Kapelle auf dem Schulzendorfer Friedhof. Quelle: Andrea Müller

Die Wege zwischen den Grabreihen sollen eben und naturbelassen sein. Ihre Breite soll mindestens 1,20 Meter betragen. Die Abstände zwischen den Grabstätten, so sei der Wunsch, sollten ebenfalls großzügig sein, so dass sich hier blühende und wintergrüne und niedrig wachsende Bepflanzung locker abwechseln können.

Ganz vorn an der Straße befindet sich der alte Schulzendorfer Friedhof. Einige Gräber sind schon sehr alt. Quelle: Andrea Müller

Die konkrete Planung für den Teil 6 soll im Ortsentwicklungsausschuss erfolgen. Er findet am 6. Oktober wieder statt. Voraussetzung sei aber die Untersetzung der Absichten mit den entstehenden Kosten. Auch ein zeitlicher Ablauf werde von der Verwaltung erwartet. Kolberg kritisiert zudem mangelnde Pflege. Einerseits seien Bäume kunstvoll beschnitten; andererseits stehe der Rasen hoch. In Schulzendorf müssen Gräber noch immer mit der Schaufel ausgehoben werden.

Von Andrea Müller

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