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Dahme-Spreewald Auf den Spuren der Grusel-Clowns
Lokales Dahme-Spreewald Auf den Spuren der Grusel-Clowns
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09:01 27.10.2016
Nicht lustig: Horror-Clowns wurden auch schon in Königs Wusterhausen gesichtet. Quelle: dpa
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Königs Wusterhausen

Die berüchtigten Grusel-Clowns treiben inzwischen auch in Königs Wusterhausen ihr Unwesen. Nach diversen Hinweise in sozialen Netzwerken begab sich die MAZ auf Spurensuche im Schenkendorfer Flur, wo zwei Clowns gesichtet worden sein sollen.

Spurensuche im Kiez

Mittwochvormittag im Kiez. Die Straßen sind fast menschenleer, vor den Häusern sind viele Parkplätze frei. Eine Frau mit Hund kommt vorbei. Grusel-Clowns? Hier? Sie zuckt mit den Schultern. Ein älterer Herr, mit Hund unterwegs, weiß ebenfalls nichts. Eine junge Frau kommt mit ihrem Kleinkind aus dem Haus. Sie hat im Internet von Grusel-Clowns in Königs Wusterhaus gelesen, begegnet ist ihr keiner.

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Ganz schlimmes Treiben

Eine andere Frau schüttelt den Kopf, sagt nur: „Ich finde das ganz schlimm.“ Vor einem Haus steht eine Mutter mit ihrem Sohn. Sie will ihren Namen nicht nennen. Die Familie wohnt in der Heinrich-von-Kleist-Straße. „Da war ein Grusel-Clown“, erzählt sie. Ihre 12 Jahre alte Tochter wollte gerade die Jalousien schließen, als sie den Maskierten auf der Straße erblickte und sofort die Mama rief.

Hier attackierte ein Grusel-Clown einen 16-Jährigen. Quelle: Frank Pawlowski

Unheimliche Begegnung am Parkhaus

Der 16 Jahre alte Sohn erzählt von einer noch unheimlicheren Begegnung. Am Sonntagabend sei er auf der anderen Seite der Luckenwalder Straße unterwegs gewesen. Als er auf dem Heimweg war, sprang am Parkhaus plötzlich ein Grusel-Clown vor ihn und versperrte ihm den Weg. „Ich habe ihm ein reingehauen. Da lief er weg“, erzählt der Jugendliche, der zugibt, einen mächtigen Schreck bekommen zu haben. Seine Mutter blickt ihn stolz an, sagt: „Das sind absolute Spinner. Man muss vorsichtig sein, aber man sollte sich nicht Angst machen lassen.“ Sie will sich das bevorstehende Halloween-Fest nicht vermiesen lassen, wie sie sagt. „Darauf freuen sich doch die Kinder, sie sollen ihren Spaß haben.“

Halloween soll trotzdem Spaß machen

So sehen das auch andere Eltern. Auf Facebook sucht eine Mutter Begleiter für Halloween in Königs Wusterhausen. „Auf Grund der aktuellen Vorkommnisse (Grusel-Clowns), möchte ich mit meiner kleinen Tochter nicht alleine um die Häuser ziehen.“ Die Polizei appellierte in dieser Woche vor allem an junge Leute, sich zu Halloween keine „völlig unpassenden Scherze“ zu erlauben. Weiterhin bittet sie, Menschen nicht mit „übertrieben Gesten und Verkleidungen in Angst und Schrecken“ zu versetzen. Wie Polizeisprecher Torsten Wendt der MAZ am Mittwoch sagte, liegen bisher keine Anzeigen zu Grusel-Clown-Attacken in Dahme-Spreewald vor. Zugleich warnte er vor einer Hysterie.

Profi-Clown verurteilt die Attacken

Professionelle Clown-Darsteller wie Burghard Mörke vom Duo Pipo und Pipolina können über das Treiben nur den Kopf schütteln. „Wir verurteilen das aufs Schärfste“, sagte der Potsdamer, der in der Region unter anderem durch seine Auftritte beim Neptunfest in Zeesen benannt ist. Direkte Auswirkungen auf ihn und seine Partnerin haben die Grusel-berichte nicht. „Wir sind Künstler, treten auf großen Bühnen auf. Es gab noch keine Absagen“, berichtet er.

Von Frank Pawlowski

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