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Dahme-Spreewald Auf den Spuren der Kaufleute
Lokales Dahme-Spreewald Auf den Spuren der Kaufleute
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00:18 18.02.2016
Mehr als 40 Geschichtsinteressierte kamen zum Vorbereitungstreffen.  Quelle: Uta Schmidt
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Königs Wusterhausen

 Wer glaubt, dass die Freunde der Heimatgeschichte in Königs Wusterhausen ausschließlich zurück in die Vergangenheit schauen, irrt. Am Samstagnachmittag trafen sich etwa 40 Ortschronisten, Vertreter von Heimtatvereinen, Familien- und Namensforscher sowie weitere Geschichtsinteressierte im Dahmelandmuseum, um den Blick nach vorn zu richten. In angeregter Runde diskutierten sie über die Inhalte des Heimatkalenders „Königs Wusterhausen und Dahmeland“ für das Jahr 2017. Zahlreiche Beiträge werden sich dem Hauptthema „Verkaufsstellen einst und heute“ widmen.

„Im Kalender des kommenden Jahr soll der Handel und Wandel von Geschäften an der Dahme im Mittelpunkt stehen“, kündigte die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins Königs Wusterhausen 1990 und Chefin der Autorengruppe, Margitta Berger, an. Vor mehr als 100 Jahren habe es zum Beispiel etliche Kolonialwarenläden gegeben, die später als Blumenläden oder Gaststätten gedient haben. Im Idealfall bis zum heutigen Tag. „Dieses Thema ist längst überfällig. Denn die kleinen Geschäfte verschwinden immer mehr aus dem Leben der Städte und Gemeinden“, erklärte die Vereinschefin.

In ihren heimatgeschichtlichen Beiträgen möchten sich reichlich 30 Autoren des 23. Kalenderjahrgangs sowohl dem Schicksal einzelner Läden oder Warenhäuser in der Region als auch der Geschichte von Konsum und HO in der Region widmen. Auf zwölf Monatsseiten mit historischen und aktuellen Fotos soll das beliebte „Kalendarium“ in das Schwerpunktthema einleiten. „Mein Großvater hatte 1911 einen Kolonialwarenladen in Neue Mühle gegründet. Heute ist dort ein Computertechnikgeschäft drin“, verriet Margitta Berger zu ihrem eigenen Beitrag. Vera Schmidt vom Heimatverein Mittenwalde will sich näher mit der Geschichte des Kaufhauses Max Bernstein beschäftigen, Helga Schinz aus Friedersdorf wird über die Verkaufsstellen in ihrem Heimatort recherchieren. Ein großer Leitartikel widmet sich der Handelsgeschichte in Niederlehme, wo früher zwei Kolonialwarenläden bestanden haben und heute noch Geschäfte wie Bäcker und Postagentur existieren.

Weitere Beiträge für den etwa 160 Seiten umfassenden Heimatkalender, der Anfang September 2016 erscheinen wird, wurden ebenso bereits festgezurrt. Zu lesen gibt es die Erinnerungen eines damals 18-Jährigen, der die Kämpfe im Kessel von Halbe 1945 miterlebt hat, einen Beitrag zur Ziegeleigeschichte in Löpten, die Geschichte des 700-jährigen Schenkendorfs und über die Ergebnisse der Ausgrabung am Schlossplatz in Königs Wusterhausen. Wolfgang Purann möchte der Herkunft von Straßennamen in Bestensee recherchieren.

Die Autoren planen zudem weitere Texte über die Historie der freiwilligen Feuerwehren in der Region, die künftig auf einem Touchscreen-Monitor im Dahmelandmuseum abrufbar sein werden. „Wir werden am 19. Juni ab 11 Uhr den 20. Jahrestag unseres Museums feiern und dazu Neuheiten im Haus vorstellen“, kündigte Margitta Berger an. Am Dienstag um 15 Uhr wird zunächst in der Galerie unter dem Dach eine Ausstellung mit Aquarellen von Heinz Böhm eröffnet.
 

Von Uta Schmidt

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