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Dahme-Spreewald Auf den Spuren des Klassikers
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05:42 13.02.2017
Christine Bandelow (r.) und Schauspielerin Christine Felix Pohl lasen aus den alten und den neuen Wanderungen durch die Mark vor. Quelle: Uta Schmidt
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Zeuthen

150 Jahre nach Theodor Fontane machten sich der Berliner Björn Kuhligk und der Oberlausitzer Tom Schulz auf, um die Mark Brandenburg zu erwandern. Ihre Eindrücke und Erlebnisse aus der im Jahr 2013 begonnenen Reise hielten sie in ihrem Buch „Wir sind jetzt hier – Neue Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ fest. Die jungen Autoren erlebten Silvester in Neuruppin, Ostern im Spreewald und den Sommer an der Oder – immer mit Fontanes Werk im Rucksack. Entstanden ist ein vergnügliches Werk, das den Märkern humorvoll in die Seele blickt.

Beziehungen zu Fontanes Wanderungen

Doch wie und wo stellt das 2014 erschienene Buch Beziehungen zu Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ her? Welche Unterschiede gibt es? Fragen, denen am Samstag die Mitglieder des Fontanekreises Zeuthen bei einer „Lesung mit Bildern“ im Vortragsraum des Desy-Instituts auf den Grund gingen. „Wir wollten sehen, was sich seit Fontane in den Orten und bei den Menschen verändert hat“, erklärte Christine Bandelow. Mit Ehemann Gerd Bandelow hatte sich das Mitglied des Fontanekreises auf Reisen durch die Mark begeben und ihren Vortrag mit rund 30 Fotos aus den märkischen Ortschaften – vom Havel- bis zum Ruppiner Land – ergänzt. Die Berliner Schauspielerin Christine Felix Pohl las vor 60 Zuhörern aus dem Buch „Wir sind jetzt hier“. Dabei pendelte sie zwischen den Mundarten, gab Kostproben ihrer Spielkunst und erhielt dafür sogar Szenenapplaus.

Theodor Fontane hatte in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ den Seen, Landschaften und Menschen am Wasser einen großen Raum eingeräumt. Das mehrbändige Werk ist das umfangreichste des 1819 in Neuruppin geborenen Schriftstellers. Es gilt als viel gelesen, aber noch wenig erforscht. Mit seinem neugierigen Blick schlägt das Autorenduo Kuhligk-Schulz eine neue Seite in der Diskussion über die „Wanderungen“ auf, fügt ungewöhnliche Gedanken, Sichtweisen und Vergleiche hinzu. Etwa in den „lächelnden Dörfern“ des Havellands mit schlechten Straßen, dem Schloss Paretz und dem Kloster Lehnin.

Fontanekreis geht im April auf Tour

„Mit seiner Geburtsstadt Neuruppin verband Fontane so etwas wie eine Hassliebe“, so Christine Bandelow. Nahezu satirisch schildern die Autoren die Vorgänge in der „Fontanestadt“ an Tagen der Fontaneehrung am 30. September und den Trubel am Fuße des 1907 aufgestellten Fontanedenkmals. „Der Alte auf der Steinbank mahnt zu Gelassenheit und Milde“, heißt es bei Kuhligk-Schulz.

„Ein jeder hat seinen Blick auf die Wirklichkeit“, kommentierte Fontanekreis-Vorsitzender Jochen Kleine die Buchlesung. Er regte dazu an, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Im April starten die Mitglieder des 1985 gegründeten Theodor-Fontane-Kreises selbst zur Tour in das Havelland, um sich auf Fontanes Spuren zu begeben. Am 25.März lädt der Verein zu einem Vortrag anlässlich des Reformationsjubiläums mit dem Berliner Kunsthistoriker Jörg Kuhn über das Lutherdenkmal vor der Berliner Marienkirche ein.

Von Uta Schmidt

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