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Aufatmen beim Linken-Kreisparteitag

Schenkendorf Aufatmen beim Linken-Kreisparteitag

Nach dem Rücktritt von sieben Mitgliedern im Januar wurde der Kreisverbandsvorstand auf dem Linken-Parteitag am Sonnabend wieder personell verstärkt. Zur Führungsspitze zählen künftig zehn Mitglieder. Weitere freie Stellen bleiben wegen der Frauenquote und weniger weiblicher Bewerber unbesetzt. Der interne Zwist scheint beigelegt.

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Von links: Slava Wagner, Martina Dolling, Elke Herer, Jutta Niehoff, Detlef Edler, Bernd Klensch und der Vorsitzende Michael Wippold.

Quelle: Oliver Becker

Schenkendorf. Aufatmen bei den Linken: Nach einem turbulenten Jahresauftakt gelang es dem Kreisverband Dahme-Spreewald auf seinem Parteitag am Sonnabend, Geschlossenheit zu demonstrieren. 88 Genossen trafen sich in Schenkendorf. Erst im Januar waren sieben der 13 Kreisvorsitzenden zurückgetreten. Begründet hatten sie ihren Schritt damit, dass der Vorstand „heillos zerstritten“ sei.

Die frei gewordenen Stellen mussten schnell neu besetzt werden, um die Handlungsfähigkeit der stark geschwächten Führungsspitze auch mit Blick auf den anstehenden Wahlkampf zu gewährleisten. Mit großer Mehrheit wurden fünf Bewerber auf dem Parteitag bestätigt: Slava Wagner, Birgit Meinicke-Klient, Jutta Niehoff, Oliver Kneschk und Anne Müller – die zwei letzteren auch als Stellvertreter von Kreis-Chef Michael Wippold. Anstelle von zuvor 13 Mitgliedern kommt der neue Vorstand auf zehn. Es gab zwar eine große Zahl an Bewerbern, darunter aber zu wenige Frauen. Wegen der Quotenregelung von 50 zu 50 in der Bundessatzung blieben drei Stellen offen. Sie können auf kommenden Parteitagen nachbesetzt werden, sofern es neue Bewerberinnen gibt.

Wippold weist Kritik an seinem Führungsstil zurück

Neu gewählt wurden zudem Delegierte für den Landesparteitag, ein Mitglied für den Landesausschuss und ein neuer Schatzmeister. „Mit den neuen Mitgliedern sind wir im Kreisvorstand wieder gut aufgestellt“, so Michael Wippold. „Das ist eine Mannschaft, die wirklich etwas tun und die Vergangenheit hinter sich lassen will.“ Die Wahl der von ihm unterstützten Bewerber sieht er als Bestätigung des gesamten Vorstands. Künftig werde man geschlossener auftreten und die Parteiarbeit besser angehen.

Die Kritik des vom Vorstand zurückgetretenen Niko Dorendorf wies Wippold zurück. Dorendorf hatte Wippold schlechten Führungsstil vorgeworfen, der zu einer unerträglichen Arbeitssituation geführt habe. „Wenn es Auseinandersetzungen in der politischen Arbeit gibt, muss man die führen. Es spielten aber nur persönliche Dinge eine Rolle“, sagte Wippold. Als Unternehmensberater habe er Erfahrung in Leitungsfragen: „Ich bin kein Schulmeister, sondern möchte einfach die Arbeit organisieren.“

Partei will an ihrer Außendarstellung arbeiten

Die Mitglieder stimmten sich auch auf den Wahlkampf ein und benannten drängende Probleme. Künftig will die Partei ihre Außendarstellung verbessern, die Schulung der überwiegend älteren Mitglieder im medialen Umgang fördern und den Mitgliederschwund stoppen. Zudem wurden die Kandidaten der Gemeinden für die Bürgermeisterwahl im Herbst genannt – darunter Winnifred Tauche in Schulzendorf. In Wildau soll es einen Bewerber geben, man hält sich aber noch bedeckt. In Bestensee, Luckau und Königs Wusterhausen wird voraussichtlich kein Kandidat antreten. In Zeuthen unterstützt die Linke mit BfZ die Kandidatur von Sven Herzberger (parteilos).

Von Oliver Becker

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