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Aufstand gegen geplanten Radweg

Körbiskrug Aufstand gegen geplanten Radweg

An der Spreewaldstraße in Körbiskrug soll ein Gehweg gebaut werden, den auch Radfahrer nutzen können. Doch die Einwohner wehren sich gegen das geplante Bauprojekt, wollen es so nicht. Sie schlagen eine andere Variante vor. Aber zunächst soll das Vorhaben auf Eis gelegt werden.

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Die Spreewaldstraße in Körbiskrug.

Quelle: Frank Pawlowski

Körbiskrug. Einwohner von Körbiskrug wehren sich vehement gegen den geplanten Geh- und Radweg an der Ortsdurchfahrt, der Spreewaldstraße. Die Anwohner haben jetzt mit Manuela Brüggemann und Arthur Salbach zwei Sprecher bestimmt, die ihre Interessen gegenüber der Stadtverwaltung und dem Ortsbeirat vertreten sollen.

108 Unterschriften gegen das Bauvorhaben

Laut Manuela Brüggemann wurden schon 108 Unterschriften gegen das Bauprojekt gesammelt. Eine der Forderungen ist, die geplante Baumaßnahme innerhalb des Ortes „bis zur vollständigen Klärung aller Bürgerfragen“ zu stoppen und eine gemeinsame Planung mit den Bürgern durchzuführen. Die Anwohner kritisieren, dass der Weg neben der Straße in Richtung Bestensee gebaut wird, auf der so genannten Seeseite.

Sie fordern den Bau auf der gegenüberliegenden Seite. Dort seien weniger Grundstücke betroffen, außerdem stünden dort schon Laternen. Deshalb sprechen die Anwohner von der Laternenseite. Zugleich solle der Weg so gebaut werden, dass Radfahrer ihn in beide Richtungen benutzen können. „Alles andere macht keinen Sinn", sagt Manuela Brüggemann. Die jetzige Planung sieht vor, dass der Weg nur in Richtung Bestensee von Radfahrern benutzt werden darf (MAZ berichtete).

Widersprüchliche Aussagen zum Planungsstand

Die Körbiskruger fühlen sich überrumpelt und vor vollendete Tatsachen gestellt. Ihre Fragen, zum Beispiel zu den Kosten, seien noch nicht beantwortet worden. Zum Planungsstand selbst gibt es widersprüchliche Aussagen. Bei einem Lokaltermin vor zwei Wochen wurde Anwohnern mitgeteilt, dass es nicht mehr verhandelbar sei, auf welcher Seite der Weg gebaut wird.

Kleinere Änderungen, etwa bei der Gestaltung der Grundstückszufahrten, seien aber noch möglich. So hatte sich auch Ortsvorsteher Frithjof von Rottkay (Wir für KW) geäußert. Die Anwohner hingegen berufen sich in ihrem Flugblatt auf eine Aussage aus der Stadtverwaltung, wonach der Bau auf der anderen Straßenseite noch geprüft werden könne. Beschlossen sei bisher nur der erste Bauabschnitt bis zum Ortseingang, für den gerade offizieller Baustart war.

Entscheidung in der SVV am 5. Dezember

In einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine MAZ-Anfrage ist davon keine Rede. Dort heißt es. „Im Regelfall wird erst nach der Anwohnerversammlung aus der Entwurfsplanung das Bauprogramm erstellt, so dass noch Änderungen aufgenommen werden können.“ Den Körbiskruger Anwohnern seien auf einer Versammlung die voraussichtlichen Beitragsbelastungen dargestellt worden. Grundlage für die spätere Beitragsrechnung sei das Bauprogramm. Das werde im Bauausschuss der Königs-Wusterhausener Stadtverordnetenversammlung am 8. November beraten und soll am 5. Dezember in der SVV beschlossen werden.

Im Zeesener Ortsbeirat werde das Bauprogramm am 14. November vorgestellt. Stadtsprecherin Dana Zellner sagte der MAZ, grundlegende Änderungen am Entwurf der Verwaltung seien eigentlich nicht mehr möglich, aber nicht ausgeschlossen. „Dann müsste aber die Vorlage zurückgezogen und es müsste neu geplant werden.“

Anwohner-Sprecherin Manuela Brüggemann will zuvor im Bauausschuss den Planungsvorschlag der Anwohner vorstellen: „Damit wären viele Probleme der jetzigen Planung gelöst.“

Von Frank Pawlowski

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