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Dahme-Spreewald Auftakt der Kulturtage
Lokales Dahme-Spreewald Auftakt der Kulturtage
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10:45 15.08.2016
Die Musiker der Jungen Kammerphilharmonie Berlin präsentierten Mozart und Louis Spohr. Quelle: Fotos: Heidrun Voigt (2)
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Königs Wusterhausen

Gartenstühle und Polsterstühle, Bierbänke und selbst gezimmerte Sofas. Diverse Sitzgelegenheiten hatte der Verein Stubenrausch aufgetrieben, um das erste klassische Konzert anlässlich der Kulturtage in Königs Wusterhausen für die Besucher möglichst bequem zu gestalten.

Auf der großen Bühne vorm Sendehaus 2 auf dem Funkerberg spielten am Samstagabend Musiker der Jungen Kammerphilharmonie Berlin. Auf dem Rasen unter den alten Eichen und Linden verfolgten knapp 300 Besucher das Konzert – und alle fanden einen Platz. Zum Auftakt präsentierte ein Streicherquintett „Eine kleine Nachtmusik“. Die wohl populärste Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart spielten die Musiker mit entwaffnender Freude. Transparent und federnd, mit biegsamem Klang präsentierten sie die Serenade. Nach der Pause war Louis Spohrs Nonett F-Dur zu hören. Die vier Streicher, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn interpretierten das kammermusikalische Werk lebendig und schwungvoll, mit Hingabe und Sorgfalt. Den Dialog zwischen Streichern und Bläsern meisterten sie expressiv.

Mehrere hundert Besucher kamen auf den Funkerberg. Quelle: Heidrun Voigt

Konzert in gemütlicher Runde

„Der Abend hat etwas Erfrischendes. Die Musik, die Sitzgelegenheiten, der Ort“, meinte Volker Renderz. Auch Jeanette Hom gefiel das Konzert. „Man muss bedenken, dass es junge Leute sind. Ihre Interpretation ist sehr gut“, sagte die Frau aus dem Taunus, die regelmäßig den Sommer in Königs Wusterhausen verbringt.

Und wie haben die Musiker den Abend empfunden? „Es war unser erstes Open-Air-Konzert. Ich finde, es war der richtige Ort – nicht zu groß, einfach gemütlich“, sagte der junge Hornist Nik Bohnenberger, der Musik auf Lehramt studiert. Medizinstudentin Marisa Klemp, die die erste Geige spielt, gehört zu den Gründungsmitgliedern der Jungen Philharmonie Berlin. Die Formation wurde im April 2015 ins Leben gerufen und ihr gehören 54 junge ambitionierte Hobbymusiker an. „Es ist üblich, auch in kleinen Besetzungen zu spielen. Eine Mischung aus Streichern und Bläsern ist aber ungewöhnlich“, meinte Klemp. Sie betonte, wenn das Wetter stimme und der Wind sich an den passenden Stellen einmische, sei ein Open Air richtig schön.

Veranstalter ziehen erste Bilanz

„Wir freuen uns, dass so viele Leute zu unserem Klassik-Open-Air gekommen sind. Anscheinend hat Königs Wusterhausen darauf gewartet“, sagte Alban Gallus vom Stubenrausch-Vorstand, als gerade 40 Stühle nachgestellt werden mussten. Die Sitzgelegenheiten habe man überall zusammengeschnorrt – aus dem Maschinensaal des Senderhauses 1, von der Musikschule Seeliger und von Privatleuten, verriet Juana Rockstroh. Stubenrausch sorgte auch fürs Catering während der Veranstaltung. „Bratwurscht“, Steak, Fritten, Brezeln, Bier. Die Schwestern Laura und Sina Trölenburg standen für den Verein hinterm Verkaufstresen. „Ich bin mit Klassik groß geworden, spiele Klavier und finde es schön, dass wir solch ein Konzert jetzt auf dem Berg haben“, sagte Laura.

Los gingen die Kulturtage schon am Freitagabend mit „Smoke on the Mountain“. „Es waren 350 bis 400 Leute hier und sie haben im Regen vor der Bühne getanzt“, so Alban Gallus. Nach dem Familientag am Sonntag geht es heute im Kino „Capitol“ mit einem live vertonten Stummfilmklassiker weiter. Höhepunkt wird das Bergfunk-Open-Air am Wochenende sein.

Infos: www.bergfunk-openair.de

Von Heidrun Voigt

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