Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Auftakt der „Schlossgespräche“
Lokales Dahme-Spreewald Auftakt der „Schlossgespräche“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:25 19.11.2016
Ulrich Matthes im Gespräch mit Angela Elis. Quelle: Heidrun Voigt
Anzeige
Königs Wusterhausen

Um es vorwegzunehmen: Der Auftakt der „Schlossgespräche“ am Donnerstagabend in den Kavalierhäusern in Königs Wusterhausen war in jeder Hinsicht gelungen. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, Philipp Niedrichs Gitarreneinlagen poetisch – und der Star des Abends, Ulrich Matthes, beantwortete offen und unverstellt die Fragen von Moderatorin Angela Elis.

Elis stellte den Schauspieler in ihrer Anmoderation kurz vor: seit 2004 Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, zweimal Schauspieler des Jahres, Grimme-Preis und Goldene Kamera für den Tatort „Im Schmerz geboren“, 2015 mit dem Preis der Deutschen Fernsehakademie geehrt und seit vier Jahren Direktor der Sektion „Darstellende Kunst“ der Akademie der Künste in Berlin. Elis bemerkte, dass wenig Privates über Matthes zu lesen sei. „Wie war es in Berlin aufzuwachsen?“, fragte sie.

Schwierige Schauspiel-Anfänge

Ulrich Matthes erzählte, dass er seiner Familie sehr viel zu verdanken habe; sein Vater ein prominenter Journalist beim Tagesspiegel war. „Meine Eltern waren sehr liberal. Sie haben mich und meinen Bruder dazu erzogen, eine eigene Meinung zu haben und diese auch als Kind äußern zu dürfen.“ Auch seine Liebe zur Sprache verdanke er seinem Elternhaus. Matthes outete sich als leidenschaftlicher Zeitungsleser, der „den Wirtschaftsteil überblättert“.

„Die Anfänge als Schauspieler waren nicht so toll“, gestand Matthes. Er sagte, dass neben dem Talent Fleiß und Disziplin wichtige Tugenden in seinem Beruf seien und er es nicht verstehe, wenn Kollegen unvorbereitet zur Probe kämen. Angela Elis kam auch zu den Themen des Tages, etwa Obamas Satz „Die Deutschen sollten Merkel mehr Wert schätzen“. „Das bezog sich auf Trump und den Aufstieg der Rechtspopulisten in Europa“, entgegnete Matthes. Er habe sich abgewöhnt, ein Werteurteil über Leute nach ihrer Parteizugehörigkeit zu fällen, sondern schaue sich den Menschen an. Seine Toleranz höre allerdings bei der AfD auf. „Mit der Bundeskanzlerin habe ich schon Bouletten gegessen und es war sehr nett. Sie hat Humor und nimmt sich nicht so wichtig“, verriet der Schauspieler und erzählte, dass er mit Angela Merkel schon öfter über Theateraufführungen diskutiert habe. Im Gespräch mit dem Publikum war unter anderem Matthes Rolle als Goebbels in „Der Untergang“ ein Thema.

Die Veranstaltungsreihe ist ein Projekt der Stadt Königs Wusterhausen und der Deutschen Gesellschaft, die sich der Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen widmet. Im Frühjahr findet das nächste „Schlossgespräch“ statt.

Von Heidrun Voigt

Der Krieg in Syrien, die Entwicklungschancen des ländlichen Raums, die Zukunft der Landwirtschaft: auf der Regionalkonferenz der Linken in Diepensee war das Themenspektrum breit. Für den meisten Zoff in den Reihen der rund 100 Parteimitglieder aus Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming sorgten aber die Altanschließerbeiträge.

19.11.2016
Teltow-Fläming MAZ-Serie „In der neuen Heimat“ - Kälteeinbruch

In dieser Woche hat Mohammed seinen Weiterbildungskurs beendet, Rabi geht nach seinem Beinbruch wieder zur Schule und Meis fängt langsam an, immer mehr zu sprechen. Rabiha bereitet sich derweil auf den Kälteeinbruch vor. Für ihre jüngste Tochter hat sie gerade einen warmen Wollpullover fertiggestrickt.

22.11.2016

30 Jahre lang war das Malen Gerhard Mauermanns Hobby. Dann machte der Schweriner das Hobby zum Beruf. Am liebsten malt er bis heute Landschaften und konserviert damit das, was zu vergehen droht.

19.11.2016
Anzeige