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Dahme-Spreewald Auftakt zum elften Schulzendorfer Jazzsommer
Lokales Dahme-Spreewald Auftakt zum elften Schulzendorfer Jazzsommer
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07:03 03.07.2017
Die sieben Musiker vom „Baba Dango Quartett“ und vom „Helmut Forsthoff Trio“ präsentierten ein Konzert mit packendem Groove. Quelle: Heidrun Voigt
Schulzendorf

Wenn das kein Auftakt nach Maß war. Das „Baba Dango Quartett“ und das „Helmut Forsthoff Trio“ läuteten den elften Schulzendorfer Jazzsommer am Samstagabend ein. Das Publikum erlebte in der bis auf den letzten Platz besetzten Patronatskirche ein packendes Konzert mit einem hervorragenden Ensemble.

Herbert Burmeister vom Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche und des Dorfangers Schulzendorf, der die Veranstaltung moderierte, erinnerte zu Beginn an den verstorbenen „Vater des Jazzsommers“. „Ronald Mooshammer fehlt uns. Das Programm konnte er aber noch organisieren, wir haben die Formalitäten geklärt“, so der Moderator. Das erste Konzert bewies wieder, dass Mooshammer ein exzellenter Kenner der Szene war. Die sieben Musiker – erfahrene Bop-Jazzer und afrikanische Perkussionisten – spielten einen Groove, der den Herzschlag des Publikums traf. Die Rhythmen überlagerten sich und bildeten ein komplexes Gebilde, auf dem die Improvisationen und Melodien funkelnd trieben.

Ein pralles, schönes Konzert, das einfach Spaß machte

Baba Dango entführte mit seiner unverwechselbaren Stimme und der Kpanlogo, einer Fasstrommel aus seinem Heimatland Ghana, nach Westafrika. Arsene Cimbar aus Guadeloupe spielte die Djembé (Bechertrommel). Die beiden Perkussionisten wirbelten vielschichtige Klangbilder durch die Kirche. Der Grieche Antonis Anissegos beherrscht das Klavier „hammermäßig“ im besten Sinne. Er zeigte ein sicheres Gespür für atemberaubende Akzente und Phrasierungen. Paul Schwingenschlögl spielte seine Trompete virtuos und expressiv, Helmut Forsthoff am Tenorsaxofon stand ihm in nichts nach. Seine Improvisationen waren von großer atmosphärischer Dichte. Gerhard Kubach am Kontrabass ist ein Meister seines Fachs und Denis Stilke zeigte am Schlagzeug seine musikalische Flexibilität. Die Musiker sind sich beim „Tribute to Nelson Mandela“-Konzert vor drei Jahren begegnet und arbeiten seitdem zusammen.

Es war ein pralles, schönes Konzert mit starken Soli, das einfach Spaß machte. Ohne Zugabe ließ das begeisterte Publikum die Musiker natürlich nicht ziehen. Selbst für nicht eingefleischte Jazzfans wie Sabine Baginski war es ein „super Abend“. „Ich fand den Teil witzig, wo wir mitsingen sollten und war bestimmt die Lauteste“, räumte die Königs Wusterhausenerin lachend ein. Matthias und Jantje Rothensee kamen spontan zum Konzert Das junge Paar aus Zeuthen war zum ersten Mal beim Jazzsommer und schwärmte von der tollen Atmosphäre. „Ich habe selber viel getrommelt und bin begeistert, welch hochkarätiges Programm hier geboten wird“, so Matthias Rothensee.

Auch Ronald Mooshammers Witwe Monika war beim Konzert

Zur Konzertreihe gehört traditionell eine Kunstausstellung. Diesen Juli wird eine Fotoserie aus zehn Jahren Jazzsommer vorgestellt. Herbert Burmeister hat Musiker mit seiner Kamera porträtiert. Auf dem einzigen Querformat ist Ronald Mooshammer zu sehen. Auch seine Witwe Monika war beim Konzert. „Es hätte ihm sehr gefallen. Ich wünsche mir, dass der Jazzsommer auf diesem Niveau erhalten bleibt“, sagte sie. Sie freut sich sehr, dass Paul Schwingenschlögl den Patronatskirchenverein bei der Auswahl der Bands berät. „Als Musiker habe ich viele Kontakte und für das Kulturamt Neukölln agiere ich als eine Art Kurator für zwei Konzertreihen“, erzählte der Österreicher, der schon öfter in der Patronatskirche auf der Bühne stand.

Das nächste Konzert: Am 8. Juli, um 19.30 Uhr, präsentiert Altsaxofonistin Karolina Strassmeyer gemeinsam mit dem New Yorker Schlagzeuger Drori Mondlak „KLARO“.

Von Heidrun Voigt

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