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Dahme-Spreewald Aus dem Leben einer Analphabetin
Lokales Dahme-Spreewald Aus dem Leben einer Analphabetin
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08:00 15.02.2016
Antje Marx im Gespräch mit dem Publikum. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Präsentiert vom Grund- und Weiterbildungszentrum Dahme-Spreewald (GWZ), lief am Samstagnachmittag der Film „Unbelehrbar“ im Kino „Capitol“ in Königs Wusterhausen. In dem Streifen wird vom Leben einer Frau erzählt, die Analphabetin ist.

Es war ein kleiner, fast unscheinbarer Zeitungsartikel, der Anke Hentschel 2004 auf das Thema Analphabetismus aufmerksam machte. „Es hat mich so bewegt, dass ich zu recherchieren begann“, erzählt sie. Die Stiftung Lesen vermittelte den Kontakt zu einer Schule in Berlin. Dort traf Hentschel eine über 40-jährige Frau und erfuhr, wie diese durch den Alltag geht. Inspiriert von der Geschichte machte sie sich an die Arbeit, es entstand der Film „Unbelehrbar“.

Ella arbeitet als Hilfskraft in einer Großküche. Sie ist 40 Jahre alt, verheiratet und Mutter zweier Kinder. Zum wiederholten Male wird ihr eine Weiterbildung angeboten. Sie lehnt ab, denn ihr Handicap steht ihr im Wege – sie kann nicht lesen und schreiben. Sie will es aber lernen und geht gegen den Willen ihrer Familie nach Berlin. Völlig auf sich allein gestellt, macht sie die Erfahrung wie es ist, unabhängig zu sein. Ihr Optimismus und der Mut zur Konsequenz bringen sie schließlich ans Ziel. Eindrucksvoll verkörpert Leonore Steller die Rolle der Ella.

Warum der Film von so vielen Nahaufnahmen lebt, wollten die Zuschauer beim anschließenden Gespräch mit Anke Hentschel wissen. „Analphabeten gucken sehr viel auf Details. Es war mein Anspruch, das in die Bildsprache umzusetzen“, erklärte die Filmemacherin. Immer wieder kam die Frage auf, wie es trotz des deutschen Bildungssystems so viele Analphabeten geben kann.

Bundesweit gibt es laut einer Studie 7,5 Millionen funktionelle Analphabeten zwischen 18 und 64 Jahren. Dies sind Menschen, die nur einzelne Buchstaben, Wörter oder einfache Sätze schreiben können. Man schätzt, dass in Dahme-Spreewald 15 000 Menschen betroffen sind, davon rund 3000 Erwachsene in Königs Wusterhausen. Das GWZ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffenen zu helfen. „Der Film ist einmal eine andere Art, die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Wir wollen damit nicht nur Betroffene, sondern auch ihr Umfeld erreichen“, sagt Antje Marx.

Von Gerlinde Irmscher

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