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Dahme-Spreewald Aus der Geschichte eines Dorfes
Lokales Dahme-Spreewald Aus der Geschichte eines Dorfes
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00:25 22.03.2018
Gerd Tschechne erzählt, warum Wolzig immer wieder besiedelt wurde und wie der Ort so alt werden konnte. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wolzig

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Wolzig geht auf das Jahr 1443 zurück. 575 Jahre, wenn das kein Grund zum Feiern ist, sagte sich der Heimatverein des Heideseer Ortsteils und stellte gemeinsam mit der Arbeitsgruppe 575, die sich um die Dokumentation der Geschichte von Wolzig kümmert, einen Veranstaltungsplan für das Jubiläumsjahr auf. Am Freitagabend gab es in der Alten Kaufhalle einen Vortrag unter dem Titel „Reise durch die Geschichte Wolzigs in Wort und Bild“.

Von Mario Oswald, Gerd Tschechne, Heidi Wulze, Frank Stahnke, Gerd Reinhold und Angelika Härtel erfuhren die Zuhörer vieles aus der Geschichte ihres Ortes. Etwa, dass der Kolberg der Rest einer Endmoräne ist und die Blossiner Höhe ein Grundmoränenrest, dass es im Jahr 1900 vierzig Häuser gab und 1933 schon 76. Wann die Kanalschifffahrt begann und was es mit der Fürsorge-Erziehungsanstalt auf sich hatte.

„Es hat ein bisschen länger gedauert als die ursprünglich geplanten zwei Stunden“, entschuldigte sich Mario Oswald zum Schluss, denn inzwischen war es da schon kurz vor elf. Beginn war 19.30 Uhr. Aber es gebe noch so viele Informationen, dass man die Nacht durchmachen könnte. Oswald versprach, dass im nächsten Jahr bei einer weiteren Veranstaltung noch jede Menge über Wolzig zu erfahren sei. „Und wenn noch jemand Unterlagen hat, dann füttert uns ruhig mit Material“, so die Bitte an die Gäste.

Um all die Geschichten zu Hause noch einmal in Ruhe nachlesen zu können, hat der Heimatverein eine überarbeitete Auflage der Schriftenreihe „Wolzig und seine Umgebung“ von Gerd Tschechne herausgegeben. Titel: „Wolzig – eine Reise durch die Zeit“. Autoren sind neben Tschechne auch Heidi Wulze und Frank Stahnke.

In dieser Ausgabe gesellt sich zu den drei Wolziger Persönlichkeiten Richard Paul, Karl Rösener und Arthur Koetz nun eine vierte – Gerd Tschechne. Er kam 1947 nach Wolzig und wurde Schulleiter einer sich im Aufbau befindlichen Zentralschule, die 1956 aufgelöst wurde.

Tschechne ging daraufhin mit seinen Schülern nach Friedersdorf. Dort wurde er stellvertretender Direktor der Polytechnischen Oberschule. Das große Hobby des 93-Jährigen ist die Heimatgeschichte. Für die Wolziger Geschichte in den letzten 70 Jahren ist er ein wandelndes Lexikon und Zeitzeuge zugleich.

Als Dank für seine unermüdliche Arbeit zur Heimatgeschichte und jetzt auch als Mitglied der AG 575 gab es für ihn Blumen und einen Präsentkorb. „Das haben sie gut gemacht. Da steckt viel Arbeit drin“, lobte Marianne Jacobs-Dahlmann die Veranstaltung.

Ines Bürger lebt seit 2000 in Wolzig und fühlt sich wohl in der Dorfgemeinschaft. „Für mich war es ein toller und fesselnder Abend“, sagte sie.

Die Hauptveranstaltung zum 575. Jubiläum findet vom 21. bis 23. September am Badestrand statt.

Von Gerlinde Irmscher

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