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Aus für „Klasse! Musik für Brandenburg“

Pilotprojekt in Schulzendorf Aus für „Klasse! Musik für Brandenburg“

Die Lehrerkonferenz an der Grundschule Schulzendorf hat beschlossen, das Projekt „Klasse! Musik für Brandenburg“ zu beenden. Kompromisse, die seitens des Staatlichen Schulamtes Cottbus und des Brandenburger Bildungsministeriums vorgeschlagen worden waren, wurden strikt abgelehnt. Schulleiter Frank Freese erklärte die Fronten als verhärtet.

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Bild aus besseren Tagen: Susanne Falk-Grünes erhält nach dem Konzert mit den Hauptsttadttenören Blumen für ihr Engagement.

Quelle: Andrea Müller

Schulzendorf. Die Konferenz der Lehrkräfte an der Grundschule Schulzendorf hat mit Wirkung zum neuen Schuljahr beschlossen, das Musikprojekt „Klasse! Musik für Brandenburg“ zu beenden. Damit folgt sie dem Beschluss der Fachkonferenz Musik an der Bildungseinrichtung von Anfang Mai.

Schulleiter Frank Freese bestätigte das endgültige Aus für das Projekt, das seit dem Jahr 2010 mit großem Erfolg an der Schule gelaufen ist. „Jetzt geht es eigentlich nur noch darum, die Abwicklung zu organisieren“, sagte er. Denn möglichst bis zu den großen Ferien sollen alle geliehenen Musikinstrumente an den Musikschulverband zurückgegeben werden. Bisher hatten die Kinder in den Elementar- und Percussionklassen drei Musikstunden in der Woche. Die Bläser- und Streicherklassen hatten sogar vier Musikstunden wöchentlich. Unterrichtet wurde von den Musiklehrern sowie Lehrkräften der Kreismusikschule Dahme-Spreewald im Tandem.

Ministerium unterbreitete Kompromissvorschlag

Zu viel – wie sich im Zusammenhang mit der Diskussion über das Projekt an der Schule herausstellte. Stunden, die eigentlich anderen Fächern vorbehalten sein sollen oder sogar für Inklusion bewilligt worden waren, wurden eingebunden, um die spektakulären Konzerte mit prominenten Musikern wie Günther Fischer, Reinhard Lakomy oder den Hauptstadttenören auf hohem Niveau auf die Bühne zu bringen. Protagonisten waren hier vor allem Susanne Falk-Grünes sowie ihre Kollegen im Musikbereich der Grundschule. Sie leisteten auch viele unentgeltliche Stunden. Dies aber vor dem Hintergrund, Ministerium und Schulamt zu zeigen, was möglich ist, wenn nur ausreichend Stunden zur Verfügung gestellt und bezahlt werden. Doch das war nicht bereit zu mehr bezahlten Stunden, denn die Schulen – an denen viele hervorragende Projekte laufen – seien gleich zu behandeln.

In der Folge des Konfliktes in Schulzendorf, so Sprecher Florian Engels, versuchte das Staatliche Schulamt Cottbus einen Kompromiss zu finden, damit das Projekt in abgespeckter Version weiterlaufen kann. Viele Eltern in Schulzendorf hatten beim Ministerium signalisiert, wie wichtig ihnen der Instrumental-Unterricht für ihre Kinder ist. „Ab dem Schuljahr 2016/17 bewilligt Cottbus hierfür zwei Lehrerstunden“, so Engels. In den letzten Tagen habe es zahlreiche Beratungsgespräche mit der Schulrätin, dem Leiter des Staatlichen Schulamtes und Staatssekretär Thomas Drescher gegeben, der dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüberstehe. Zugleich sei seitens des Bildungsministeriums und der Schulaufsicht empfohlen worden, das Projekt im Rahmen einer Verlässlichen Halbtagsschule oder eines veränderten Ganztagsprojektes durchzuführen. „Dies wurde von der Schule abgelehnt“, erklärte der Sprecher. Gleiches gelte für das Angebot, die zusätzliche Musikstunde als Arbeitsgemeinschaft durchzuführen. „Wir bedauern den Entschluss der Lehrkräfte der Grundschule Schulzendorf“, so Engels weiter. Man hoffe, dass die Diskussion dazu an der Schule weitergeführt werde.

Fronten sind verhärtet

Der Schulleiter sieht diesbezüglich keine Hoffnung. Die Fronten seien zu verhärtet, der Musikbereich nicht bereit für Kompromisse. „Für die Musiklehrer geht es um alles oder nichts“, so Freese auf Anfrage. Bis zu den Sommerferien müssen nun die Instrumente aus zwölf Klassen zurückgegeben werden – 300 Flöten, Violinen, Trompeten, Posaunen und andere. Die Gemeinde bezahlte die Versicherung.

Von Andrea Müller

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