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Ausbau Stichstraßen verzögert sich

Zeuthen Ausbau Stichstraßen verzögert sich

Probleme mit der Müllentsorgung im Zeuthener Falkenhorst sorgen für Diskussionen. Laut neuer Bestimmungen beim Abfallzweckverband Südbrandenburg dürfen Müllfahrzeuge nicht mehr rückwärts in die Stichstraßen fahren. Die Anwohnern wollen einen Straßenausbau erst dann, wenn eine geregelte Lösung für die Müllentsorgung gefunden ist.

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Die Stichstraße am Fliederbusch in Zeuthen ist von den Verzögerungen betroffen.

Quelle: Oliver Becker

Zeuthen. Der bereits beschlossene Ausbau von vier Stichstraßen im Wohngebiet Falkenhorst in Zeuthen verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Probleme mit der Müllentsorgung haben die Eigentümer dazu bewogen, auf einer Anwohnerversammlung für einen verspäteten Baustart zu stimmen. Diesem Votum schloss sich der Ortsentwicklungsausschuss in seiner letzten Sitzung an.

Die Erschließung soll danach erst dann erfolgen, wenn die Müllfahrzeuge nicht mehr rückwärts in die Stichstraßen, sondern über einen Wendehammer oder eine Straße auf Wildauer Gebiet abfahren können. Aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Logistik sei es künftig nicht mehr möglich, die Straßen Am Fliederbusch, Jasminweg, Narzissenallee und Rosengang mit den Entsorgungsfahrzeugen rückwärts zu befahren. Das teilte der Südbrandenburgische Abfallzweckverband (SBAZV) mit. Die Straßen sind jeweils auf beiden Seiten bebaut und enden an der Ortsgrenze zu Wildau. Auf Grund ihrer Lage und Breite ist es jedoch nicht möglich, einen Wendehammer anzuordnen. Die Lösung dieses Problems ist jedoch Voraussetzung für den Straßenausbau.

Bestandsschutz erlischt bei Neubau

„Der Ausbau in den Stichstraßen im Falkenhorst ist schwierig wegen der Probleme mit der Müllentsorgung“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). „Es gab bei der Müllabfuhr Änderungen bei den Sicherheitsregeln – mit dem Ergebnis, dass die Müllautos nun nicht mehr rückwärts fahren dürfen, um den Müll aufzusammeln“, sagte sie. „Wenn wir die Straßen neu bauen, greifen die neuen Regeln und besteht kein Bestandsschutz mehr“, sagte sie. Wenden könnten die Nutzfahrzeuge aufgrund der geringen Straßenbreite dort nicht. Das Rückwärtsfahren sei ein Sicherheitsrisiko – in der Vergangenheit habe es bereits Unfälle gegeben. Die Straßen müssten jedoch ausgebaut werden. „Das sind Sandstraßen – sie müssen befestigt und eine Regenentwässerung gebaut werden“, sagte Burgschweiger. „Wir haben die Anwohner befragt“, sagte sie. „Die eindeutige Mehrheit von ihnen will den Ausbau zu einem späteren Zeitpunkt“, sagte Burgschweiger. Gespräche der Gemeinde mit Eigentümern der Flächen auf Wildauer Gebiet zum Bau einer Straße für die Müllfahrzeuge waren bislang nicht von Erfolg gekrönt. „Wir haben versucht, die Flächen zu erwerben, um Wendehammer bauen können. Das ist alles nicht gelungen“, sagte Burgschweiger.

Zentrale Müllentsorgungsstelle als Übergangslösung

Auf Grund der Vielzahl der Eigentümer rechnet die Verwaltung mit einer Entscheidung über einen Kaufantrag nicht vor 2018. Der Ausgang der Entscheidung ist ungewiss. So ist etwa der Eigentümer des an den Rosengang angrenzenden Waldes nicht bereit, eine Fläche an Zeuthen zu veräußern. Er hält sich die Option offen, dort in Zukunft großzügiger zu bauen. „Ich hoffe trotzdem, dass uns der Investor auf der Wildauer Seite einen schmalen Grundstücksstreifen verkauft, dass wir eine Straße dort bauen können, über die die Müllfahrzeuge abfahren“, sagte die Bürgermeisterin. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Investor eine Lösung hinbekommen“, sagte sie.

Als Übergangslösung soll eine zentrale Müllentsorgungsstelle geschaffen werden. In einer Entfernung von maximal 100 Metern ab Einmündung Westpromenade sind Stellplätze für Abfallbehälter vorgesehen. Diese Strecke soll laut Vorschlag des SBAZV das Entsorgungsfahrzeug rückwärts fahren. Anlieger der Stichstraßen, die hinter den Müllsammelplätzen wohnen, müssen ihre Tonnen und gelben Säcke zum Entsorgungstermin selbst zu dieser Stellfläche bringen.

Am 12. Juli stimmt die Gemeindevertretung über das Thema ab.

Von Oliver Becker

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