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Dahme-Spreewald Ausbau der Gymnasialplätze
Lokales Dahme-Spreewald Ausbau der Gymnasialplätze
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04:38 10.05.2016
Die Dr.-Hans-Bredow-Oberschule hat schon Erfahrungen mit fast allen Schulformen – Gesamt-, Real- und jetzt Oberschule. Quelle: Franziska Mohr
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Königs Wusterhausen

Die Schullandschaft im Kreis gerät aufgrund des Zuzugs sowie des ungebrochenen Ansturms auf die Gymnasien erneut in Bewegung. Die Prognosen des Landkreises weisen aus, dass in 15 Jahren – 2031 – in einem Jahrgang bereits 654 Schüler eine gymnasiale Schullaufbahn einschlagen werden. Derzeit sind es 585. Schon jetzt entscheiden sich die Eltern von fast jedem zweiten Schüler eines Jahrgangs für diesen Bildungsweg. Die Übergangsquote liegt bei 46 Prozent. Und dies, obwohl Wirtschaftsverbände und Handwerk warnen, dass sich der Fachkräftemangel bereits jetzt kaum auf Akademiker, sondern vor allem auf den Facharbeiternachwuchs bezieht.

Dennoch ist der Landkreis verpflichtet, jedem Sechstklässler, der die Befähigung dazu besitzt, einen Gymnasialplatz anzubieten. Um diese Nachfrage auch künftig befriedigen zu können, gab der Kreistag jetzt eine Machbarkeitsstudie zum Neu- oder Ausbau von Abiturplätzen in Auftrag (die MAZ berichtete). Diesbezüglich warfen in ihrer jüngsten Sitzung mit nur zwei Enthaltungen auch die Abgeordneten der Stadt Königs Wusterhausen ihr Angebot in den Ring. Demnach soll der Bürgermeister prüfen, ob an einer der beiden Oberschulen in Königs Wusterhausen eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe eingerichtet werden kann. SPD-Fraktionschef Ludwig Scheetz sieht darin ein Signal der Stadt an den Kreistag. Der CDU-Abgeordnete Peter Dreher verwies darauf, dass sich die Gesamtschule in Zeuthen großer Beliebtheit erfreut und Jahr für Jahr im Kreis auf die meisten Anmeldungen verweisen kann.

Die Herder-Oberschule hatte bereits zehn Jahre lang eine Abiturstufe. Quelle: Franziska Mohr

Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) enthielt sich der Stimme und begründete dies vor allem damit, dass die Entwicklung der einen Oberschule nicht zu Lasten der anderen erfolgen dürfe. Ähnlich betrachten dies die Schulleiter der Herder- sowie der Bredow-Oberschule, Gertraud Apel (amtierend) und Erik Dorow. Beide würden eine Gesamtschule in der Stadt, in der Schüler innerhalb von 13 Jahren das Abitur ablegen können, begrüßen. Sie befürchten zugleich aber erhebliche Gefahren für die andere Oberschule. Zumal in der Herder-Schule bis zum Schuljahr 2006/07 zehn Jahre lang schon eine gymnasiale Oberschule bestand, die aufgrund fehlender Schülerzahlen eingestellt werden musste. Der Bildungsdezernent des Kreises, Carsten Saß (CDU), betrachtet das Angebot der Stadt „als einen interessanten Ansatz. Aber wird dürfen keine Fehlanreize schaffen, durch die die andere Oberschule unter Druck geraten könnte.“ Zumal auch Schüler mit und ohne Handicap in 13 Jahren an der Blindenschule in Königs Wusterhausen das Abitur erlangen können.

Insider sehen einen weitaus größeren Bedarf beim Ausbau von Gymnasialplätzen in und um Schönefeld. Gegenwärtig nehmen die Berliner Bezirke Neukölln und Treptow-Köpenick noch etwa 100 Gymnasiasten aus dem Landkreis auf. Ob dies angesichts der Bevölkerungsprognosen der Hauptstadt aber künftig so bleibt, ist Saß zufolge offen. Das könnte den Handlungsdruck auf den Kreis noch erheblich verschärfen.

Von Franziska Mohr

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