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Ausbau der Köriser Straße abgeschlossen

Motzen Ausbau der Köriser Straße abgeschlossen

Starkregen sorgte in der Köriser Straße in Motzen in der Vergangenheit häufig für Probleme. Mit dem Abschluss des Ausbaus sollen die nun beseitigt sein, das Wasser künftig vernünftig ablaufen. Allerdings war die Baumaßnahme im Vorfeld umstritten. Die Kosten für die Anwohner sind hoch.

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Ein spezielles Pflaster soll die Straße künftig vor Überschwemmungen bei starkem Regen bewahren.

Quelle: Dietrich von Schell

Motzen. Lange war die 300 Meter lange Köriser Straße in Motzen für die Anwohner eine Zumutung. „Der Belag – das waren Betonplatten aus DDR-Zeiten“, sagt der Motzener Ortsvorsteher Wolfgang Kroll. „Der Beton ist immer wieder abgeplatzt. Dann musste die Eisenbewehrung weggeschnitten werden“, berichtet er weiter. Die Straße beginnt in Motzen und führt bis nach Groß Köris im Amt Schenkenländchen. Erneuert wurde jetzt aber nur der kurze Abschnitt, an dem auf Motzener Gebiet elf Anlieger wohnen und drei Gewerbebetriebe angesiedelt sind.

Besondere Probleme verursachte die Straße in der Vergangenheit durch ihr starkes Gefälle. „Bei Starkregen schoss das Wasser vom Scheitelpunkt herunter, spülte den Sand herab, der dann unten liegenblieb, an den Seitenrändern bildeten sich tiefe Rillen“, beschreibt Ines Grüneberg aus der Mittenwalder Bauverwaltung die einstigen Zustände.

Regenwasser wird künftig abgeleitet

Das hat sich nun seit dem 11. August geändert. An diesem Tag begannen Bauarbeiter, die Straße instand zu setzen. „Sie entfernten die Platten und legten stattdessen ein spezielles Pflaster“, sagt Ines Grüneberg. „Dieses Pflaster ist versickerungsfähig“, erläutert sie. Die Pflastersteine seien so ähnlich beschaffen wie Rasengittersteine und hätten die Eigenschaft Wasser aufzunehmen, erklärt die Mitarbeiterin des Bauamtes.

Aber das ist nicht die einzige Maßnahme, um die bisherigen Folgen von Regenfällen zu bändigen. Zusätzliche Querrinnen, die das Wasser in Mulden an der Straßenseite führen, sollen das Wasser kanalisieren und von der Straße wegführen. „Da wir schon einmal dabei waren, haben wir auch den Gehweg erneuert und erweitert“, so Ines Grüneberg weiter. Eine neue Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten gehörte ebenfalls zur Sanierung. Am Mittwoch hat die Vorabnahme stattgefunden, um zu klären, ob es noch kleinere Mängel gibt. Für den 27. Oktober ist die endgültige Bauabnahme angesetzt.

Anwohner-Beiträge sind hoch

Die Gesamtkosten für das Projekt taxiert Ines Grünberg auf rund 230 000 Euro. „Es hat aber noch keine endgültige Abrechnung gegeben“, sagt sie.

Doch ob alle Anlieger mit der Sanierung glücklich sind, bezweifelt Ortsvorsteher Wolfgang Kroll. „Die Maßnahme war im Vorfeld umstritten“, erinnert er sich. Die Anlieger müssen einen Straßenbaubeitrag leisten, und die Ausgaben für das kurze Stück sind relativ hoch. Den Anwohnern ging es um die Frage, ob es sich um eine Anlieger- oder um eine Erschließungsstraße handelt. Bei Anliegerstraßen fallen die Beiträge sehr viel höher aus.

Doch Wolfgang Kroll rechnet damit, dass es sich gemäß der allgemeinen Rechtsprechung um eine Erschließungsstraße handelt, da sie zwei Ortschaften miteinander verbindet. Es gibt noch eine andere Ursache, die den Straßenbaubeitrag in die Höhe treibt. „Die Straße ist nur einseitig bebaut“, so Kroll, „gegenüber von den Häusern ist Wald, der dem Forstbetrieb gehört.“ Und der wird in der Regel nur geringfügig an den Beitragskosten beteiligt.

Von Dietrich von Schell

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