Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Ausbau der Zufahrt zum Klubhaus umstritten

An der Dahme in Wildau Ausbau der Zufahrt zum Klubhaus umstritten

Noch im Dezember bei der Verabschiedung des Wildauer Haushaltes waren sich die Abgeordneten einig, dass die Zufahrt zum Klubhaus für knapp 150 000 Euro ausgebaut wird. Jetzt aber votierten die Mitglieder des Finanzausschusses mehrheitlich dagegen. Der Bauausschuss aber ist dafür. Für Spannung im Stadtparlament am 3. Mai ist also gesorgt.

Voriger Artikel
Neuer Schulleiter übernimmt das Zepter
Nächster Artikel
Wildauer Drohne fliegt in Aschewolken

Der Ausbau dieser Zufahrt zum Klubhaus kostet knapp 150 000 Euro. Sie soll künftig auch von Bussen genutzt werden können.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Bei Abgeordneten wie Mitarbeitern der Verwaltung stößt die in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses entbrannte Diskussion um die Kosten für den Ausbau der Zufahrt zum Klubhaus auf Unverständnis. Es wird mit Kopfschütteln quittiert. Mit einem Ergebnis von 5:1 lehnte der Finanzausschuss den Ausbau der etwa 150 000 Euro teuren Straße ab und empfahl dies auch der Stadtverordnetenversammlung. Auch im Bauausschuss waren diese Gelder plötzlich wieder umstritten, nachdem sie die Abgeordneten mit der Verabschiedung des Stadthaushaltes im Dezember eigentlich längst beschlossen hatten. Bei einer Enthaltung votierten dort letztlich aber vier Abgeordnete für diesen Straßenbau und nur einer dagegen.

Dem ging eine intensive Diskussion voraus, in der Bürgermeister Uwe Malich (Linke) nachdrücklich unterstrich, dass das Klubhaus an der Dahme eine Visitenkarte für den Ort darstellt. „Für die Sanierung des Hauses, die Inneneinrichtung sowie die Außenanlagen wurden hier in den vergangenen drei Jahren insgesamt sieben Millionen Euro investiert“, betonte er. Es sei daher nur logisch, wenn das Projekt jetzt zu Ende geführt wird. Die Straße sollte kein Provisorium bleiben. Viele Gäste des Klubhauses seien ältere Mitbürger, die auf eine Zufahrt mit dem Bus angewiesen sind. Dies sah die SPD-Abgeordnete Susanne Ziervogel grundsätzlich anders. „Die Straße mit dem geplanten Granitgroßsteinpflaster und den Hochborden ist einfach zu teuer. Das Geld wird anderswo beispielsweise für den Sport dringender benötigt.“ Eine Zufahrt mit Bussen sei hier nicht erforderlich, meinte auch ein sachkundiger Einwohner. Malich entgegnete, dass die Stadt erst jüngst über eine Million Euro in die Sanierung der Sport- und Schwimmhalle investiert habe. Die Abgeordneten Gert Müller (Linke) und Manfred Sternagel (SPD) unterstützten die Argumentation des Bürgermeisters und verwiesen darauf, dass man kurz vor dem Abschluss der Bauarbeiten nicht plötzlich halbherzig vorgehen solle. Auch die Argumentation im Finanzausschuss, dass die Betreiberin des Klubhauses für den Bau der Zufahrt aufkommen sollte, ließen sie nicht gelten. Das aber lehnt die Betreiberin Sylvia Meißner auf MAZ-Nachfrage grundsätzlich ab. „Ich benötige selbstverständlich eine ordentliche Zufahrt, so dass die Besucher sauberen Fußes in die Gaststätte gelangen. Dafür allerdings sind die Stadt oder der Eigentümer des Klubhauses zuständig“, sagte sie. Schließlich habe sie in die Gaststätte schon eine Million Euro investiert.

Bauamtsleiter Wilfried Kolb unterstrich, dass das Gesamtprojekt in Abstimmung mit dem Denkmalschutz immer die Zufahrt mit Bussen einschloss. Die Kastanienstraße sei dafür extra umgestaltet worden. Die endgültige Entscheidung über den Ausbau der Zufahrt fällt am 3. Mai dieses Jahres im Stadtparlament.

Von Franziska Mohr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg