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Dahme-Spreewald Ausbau der Zufahrt zum Klubhaus umstritten
Lokales Dahme-Spreewald Ausbau der Zufahrt zum Klubhaus umstritten
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05:15 31.03.2016
Der Ausbau dieser Zufahrt zum Klubhaus kostet knapp 150 000 Euro. Sie soll künftig auch von Bussen genutzt werden können. Quelle: Franziska Mohr
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Bei Abgeordneten wie Mitarbeitern der Verwaltung stößt die in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses entbrannte Diskussion um die Kosten für den Ausbau der Zufahrt zum Klubhaus auf Unverständnis. Es wird mit Kopfschütteln quittiert. Mit einem Ergebnis von 5:1 lehnte der Finanzausschuss den Ausbau der etwa 150 000 Euro teuren Straße ab und empfahl dies auch der Stadtverordnetenversammlung. Auch im Bauausschuss waren diese Gelder plötzlich wieder umstritten, nachdem sie die Abgeordneten mit der Verabschiedung des Stadthaushaltes im Dezember eigentlich längst beschlossen hatten. Bei einer Enthaltung votierten dort letztlich aber vier Abgeordnete für diesen Straßenbau und nur einer dagegen.

Dem ging eine intensive Diskussion voraus, in der Bürgermeister Uwe Malich (Linke) nachdrücklich unterstrich, dass das Klubhaus an der Dahme eine Visitenkarte für den Ort darstellt. „Für die Sanierung des Hauses, die Inneneinrichtung sowie die Außenanlagen wurden hier in den vergangenen drei Jahren insgesamt sieben Millionen Euro investiert“, betonte er. Es sei daher nur logisch, wenn das Projekt jetzt zu Ende geführt wird. Die Straße sollte kein Provisorium bleiben. Viele Gäste des Klubhauses seien ältere Mitbürger, die auf eine Zufahrt mit dem Bus angewiesen sind. Dies sah die SPD-Abgeordnete Susanne Ziervogel grundsätzlich anders. „Die Straße mit dem geplanten Granitgroßsteinpflaster und den Hochborden ist einfach zu teuer. Das Geld wird anderswo beispielsweise für den Sport dringender benötigt.“ Eine Zufahrt mit Bussen sei hier nicht erforderlich, meinte auch ein sachkundiger Einwohner. Malich entgegnete, dass die Stadt erst jüngst über eine Million Euro in die Sanierung der Sport- und Schwimmhalle investiert habe. Die Abgeordneten Gert Müller (Linke) und Manfred Sternagel (SPD) unterstützten die Argumentation des Bürgermeisters und verwiesen darauf, dass man kurz vor dem Abschluss der Bauarbeiten nicht plötzlich halbherzig vorgehen solle. Auch die Argumentation im Finanzausschuss, dass die Betreiberin des Klubhauses für den Bau der Zufahrt aufkommen sollte, ließen sie nicht gelten. Das aber lehnt die Betreiberin Sylvia Meißner auf MAZ-Nachfrage grundsätzlich ab. „Ich benötige selbstverständlich eine ordentliche Zufahrt, so dass die Besucher sauberen Fußes in die Gaststätte gelangen. Dafür allerdings sind die Stadt oder der Eigentümer des Klubhauses zuständig“, sagte sie. Schließlich habe sie in die Gaststätte schon eine Million Euro investiert.

Bauamtsleiter Wilfried Kolb unterstrich, dass das Gesamtprojekt in Abstimmung mit dem Denkmalschutz immer die Zufahrt mit Bussen einschloss. Die Kastanienstraße sei dafür extra umgestaltet worden. Die endgültige Entscheidung über den Ausbau der Zufahrt fällt am 3. Mai dieses Jahres im Stadtparlament.

Von Franziska Mohr

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