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Dahme-Spreewald Ausgeglichen durch Rücklagen
Lokales Dahme-Spreewald Ausgeglichen durch Rücklagen
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13:48 19.06.2015
Oliver Theel, Kämmerer des Amtes Schenkenländchen. Quelle: Karen Grunow
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Groß Köris

Endlich konnten die Groß Köriser Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung den Haushaltsplan ihrer Kommune für das laufende Jahr beschließen. Mit dieser späten Entscheidung ist Groß Köris allerdings noch nicht das Schlusslicht bei den Haushaltsdebatten im Schenkenländchen. Die Haushaltspläne von Halbe und vom Abwasserzweckverband Teupitzsee stehen noch aus.

Die Groß Köriser dürfen in diesem Jahr mit Einnahmen in Höhe von rund drei Millionen Euro rechnen. Allerdings müssen sie mehr als 4,7 Millionen Euro für sämtliche notwendigen Aufwendungen berappen. Die fehlenden 1,75 Millionen Euro können nur gestemmt werden, indem die Rücklagen der Gemeinde angetastet werden. „Das geht in diesem Jahr noch, denn Groß Köris hat ausreichend Reserven angesammelt“, erklärt Oliver Theel, Kämmerer des Amtes Schenkenländchen. Ab dem kommenden Jahr seien Einnahmen und Ausgaben ausgeglichener, sagt er. Denn 2016 werden die an den Kreis und das Amt zu leistenden Umlagen neu berechnet. Für die aktuellen Berechnungen jedoch gelten nach wie vor die Zahlen, die Groß Köris durch die hohen Steuereinnahmen bis 2013 vorlegen konnte. „Die Einnahmen sind jetzt wesentlichen geringer, die Aufwendungen jedoch sind immer noch so hoch wie vor zwei Jahren“, erläutert Theel.

Was die geplanten Investitionen angeht, musste allerdings nicht allzu massiv gekürzt werden. Nach wie vor oberste Priorität hat die Sanierung der Zugbrücke. Außerdem soll die in Löpten neu gebaute Kita noch ein wenig ergänzt werden. Es gibt Straßenbau- und Trinkwasseranschlussmaßnahmen. Vieles ist in diesem Jahr aber erst in der Planungsphase. Die im Haushalt eingestellten Mittel beziehen sich zumeist auf Kosten, die entstehen, um die Bauarbeiten überhaupt beginnen zu können. Außerdem, so Theel, hoffe die Gemeinde auf Fördermittel, etwa für die Zugbrücke. Damit die dann im nächsten Jahr endlich wieder richtig fit gemacht werden kann.

Trotz der diffizilen Haushaltslage entschieden sich die Gemeindevertreter sogar, noch eine weitere Maßnahme kurzfristig in den Haushalt mit aufzunehmen: Für rund 50 000 Euro soll die alte Kita in Groß Köris wieder nutzbar gemacht werden. „Wir möchten diese zumindest vorübergehend für die Hortkinder der Schule nutzen“, sagt Oliver Theel. Denn die 2013 neu eröffnete Kita in Löpten ist sehr stark nachgefragt und stößt mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenzen. Bislang werden die Hortkinder von der Schule in Groß Köris nach dem Unterricht immer nach Löpten gebracht. Nicht zuletzt der Busstreik kürzlich brachte nun bei den Gemeindevertretern neue Bedenken gegen diesen logistischen Aufwand hervor. „Das Gebäude ist alt, aber weitgehend in Schuss“, so Theel über die alte Kita. Renovierungsmaßnahmen und Installationen in den Toilettenbereichen werden nötig sein, schätzen die Gemeindevertreter. Nun wird alles genau begutachtet, geplant und kurzfristig noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Von Karen Grunow

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