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Ausschreibung für freien Kitaträger beschlossen

Schulzendorf Ausschreibung für freien Kitaträger beschlossen

Die Gemeindevertretung Schulzendorf will die Angebotsvielfalt im Kitabereich stärken. Auf ihrer letzten Sitzung machte sie den Weg frei für eine freie Trägerschaft und beauftrage das Rathaus eine solche Ausschreibung für die neue Kita in der Ernst-Thälmann-Straße durchzuführen. Der Bürgermeister zweifelt jedoch an Vorteilen für die Gemeinde.

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erzeit wird die Kita in der Ernst-Thälmann-Straße gebaut, ab März 2018 sollen dort Kinder betreut werden.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Schulzendorf. Die neue Kita in der Ernst-Thälmann-Straße in Schulzendorf soll nach der Fertigstellung im März 2018 von einem freien Träger übernommen werden. Das beschloss die Gemeindevertretung auf ihrer letzten Sitzung. Das Rathaus wurde beauftragt, eine entsprechende Ausschreibung durchzuführen. Bereits im Vorfeld hatte sich der Sozialausschuss für eine freie Kitaträgerschaft ausgesprochen. Vorangegangen war ein Interessenbekundungsverfahren der Gemeinde von Februar bis April, auf das sich vier anerkannte Träger der freien Jugendhilfe bewarben: die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Jugend- und Sozialwerk gemeinnützige GmbH, die Gemeinnützige Interkulturelle Start UG sowie der Awo-Regionalverband Brandenburg Süd.

„Damit ist klar, dass wir eine freie Trägerschaft in Schulzendorf haben wollen“, sagte Joachim Kolberg (CDU). Er hatte sich im Vorfeld für eine bilinguale Kita ausgesprochen, die nur mit einer freien Trägerschaft umsetzbar sei. Wenn der BER-Flughafen ans Netz gehe, zögen viele internationale Arbeitskräfte in die Region, die sich auch in Schulzendorf ansiedeln. Daher sei ein bilinguales Angebot in freier Trägerschaft wichtig.

Verschiedene Ansichten zu freier Trägerschaft

„Ich sehe das positiv. Eine Trägervielfalt ist in Schulzendorf gut, weil es ein breiteres Angebot für die Eltern darstellt“, sagte Winnifred Tauche (Linke). Man habe die Ausrichtung bislang offen gelassen, da man sich noch nicht festlegen wollte. „Wir wollen den Trägern die Möglichkeit geben, eigene Vorschläge und Konzepte einzureichen, um zu sehen, was in Schulzendorf reinpasst“, sagte Tauche. Fraglich sei allerdings. ob es eine große Nachfrage nach eine konfessionell ausgerichteten Kita gebe. Ebenso mache ein bilinguales Kitaangebot nur dann Sinn, wenn viele mehrsprachige Familien mit Kindern nach Schulzendorf zögen, die nicht nur in der Kita, sondern auch zuhause die Zweitsprache sprechen.

„Der Beschluss bietet die Möglichkeit, dass sich Träger mit einem besonderen pädagogischen Konzept bewerben können“, sagte Andreas Körner (Grüne). Der Zuzug von internationalen Familien sei hingegen keine Größe, mit der man planen sollte. „Eine bewegungs- und naturorientierte Kita würde ich bevorzugen“, sagte Körner.

„Ein Angebot einer freien Trägerschaft zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Offerte ist, die eine Gemeinde nicht leisten kann“, sagte Bürgermeister Markus Mücke (parteilos). Das sei hier nicht gegeben, weil es nur um die Suche nach einem freien Träger ohne Festlegung auf die Ausrichtung gehe. Insofern sieht er bisher keinen Gewinn für die Gemeinde. Die Begründung der Trägervielfalt höre sich gut an, sei aber inhaltsleer. Im März nächsten Jahres soll die Kita eröffnen.

Von Oliver Becker

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