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Dahme-Spreewald Ausschreibung wird vorbereitet
Lokales Dahme-Spreewald Ausschreibung wird vorbereitet
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08:05 07.02.2018
Thomas Koriath, Amtsdirektor im Schenkenländchen Quelle: Karen Grunow
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Teupitz

In der Verwaltung des Amtes Schenkenländchen wird derzeit eine aufwendige europaweite Ausschreibung vorbereitet. Es geht darum, eine einheitlichere Betreiberstruktur zu kreieren für die Trink- und Abwassernetze im Amtsgebiet. „Der Hintergrund ist, dass wir hier strukturell schlecht geordnete Verhältnisse in diesem Bereich im Amtsgebiet haben“, so Amtsdirektor Thomas Koriath. „Es gibt zu viele verschiedene Betriebsführer und Betreiber für die unterschiedlichen Sparten. Das Ganze ist seit vielen Jahren ein Manko, dass wir mit den Ausschreibungen der Leistungen und deren Zusammenführung 2018 besser händeln werden können – zum Wohle der Bürger. Alles ist darauf ausgerichtet die Kosten zu reduzieren und dies an den Bürger in Form von niedrigen Gebühren weiter zu geben.“

Schon seit Mitte der 1990er-Jahre sei die Situation so. Damals wurde mit dem Hecklingener Unternehmen WTE Betriebsgesellschaft mbH für das Klärwerk und das Schmutzwassernetz im Gebiet des Abwasserzweckverbands Teupitzsee ein Vertrag auf 30 Jahre abgeschlossen. Jährlich müssen die betreffenden Kommunen dafür rund 250 000 Euro zahlen, diese Betreiberentgelte müssen durch Beiträge und Gebühren der Bürger refinanziert werden. Doch jene Firma ist nur eine von vielen, ob Trinkwassernetz oder mobile Abfuhr – nahezu jeder Ort im Schenkenländchen hat für alle Belange mehrere technische oder auch kaufmännische Betreiber. Dazu kommt, dass es beispielsweise in Groß Köris viele kleine private Biokläranlagen gibt. Viele Details, die es genauestens zu berücksichtigen gilt. Bei der geplanten Ausschreibung geht es konkret um Teupitz, Groß Köris, Schwerin und Halbe.

Ausschreibung soll im Frühjahr veröffentlicht werden

„Die Ausschreibung muss inhaltlich, rechtlich und fachlich sehr gut vorbereitet werden“, erklärt Koriath. Er erwähnt aber auch, dass es einige Interessenskollisionen geben könnte – einerseits mit den bereits vor Ort tätigen Firmen, aber auch durch in diesen Prozess involvierte Personen und beratende Unternehmen. „Hier ist höchste Transparenz und Unabhängigkeit aller Akteure geboten, um unsere dann zu fällenden Entscheidungen nachvollziehbar und unangreifbar zu machen. Da bin ich zur Zeit dabei, dies entsprechend aufzuarbeiten“, erklärt der Amtsdirektor.

Ziel ist eigentlich, die Ausschreibung im Frühjahr auf entsprechenden Vergabeplattformen einzustellen und damit den Wettbewerb zu eröffnen. „Das Ziel ist, bis Jahresende einen oder gegebenenfalls mehrere Betriebsführer für die Siedlungswasserwirtschaft in den genannten Kommunen des Amtes zu finden“, so Koriath. Die dann zu schließenden Verträge seien eher mittelfristig angelegt.

Kommunalisierung ist perspektivisch möglich

Im Raum stehe dabei durchaus auch die Frage, ob dann ab 2026, wenn der Betreibervertrag mit der WTE aus Esslingen für die Schmutzwasserentsorgung im Verbandsgebiet des Abwasserzweckverbandes „Teupitzsee“ ausläuft, dieses Netz dann kommunalisiert werden sollte, um eine Vereinheitlichung bei der Aufgabenwahrnehmung durch die Kommunen zu ermöglichen. Insoweit müsse man die Laufzeit der jetzt auszuschreibenden Verträge dies zumindest gedanklich berücksichtigen. Dann aber müssten die Gemeinden selbst für Investitionen aufkommen – auch das seien Überlegungen, die derzeit eine Rolle spielen.

Die mobile Versorgung wird extra ausgeschrieben, „das ist ein anderer Markt“, sagt der Amtsdirektor weiter. Das soll aber zeitgleich mit der anderen Ausschreibung geschehen, kündigt er an.

Von Karen Grunow

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